Grevenbroich (NGZO). Ein Vier-Millionen-Euro-Projekt geht in Gustorf dem Ende entgegen. Die Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich (WGV) sanieren zurzeit auf einem Weg nahe der Wassermühle Gustorf den letzten, rund 700 Meter langen Abschnitt der Abwasserleitung zwischen Gustorf und der Pumpenanlage am Sodbach.
Das alte Rohr wird dabei mit einem riesigen "Strumpf" ausgekleidet. Durch die Kanaldeckel zieht ein ferngesteuertes Wägelchen den mit Kunstharz getränkten Strumpf ins Rohr, der mit Luft an die Innenwände gepresst und mit UV-Licht gehärtet wird.
"Der Vorteil ist, dass wir nicht graben müssen", erklärt Werner Lux, Niederlassungsleiter der Duisburger Firma KMG Pipe-Technologies das "Inliner-Verfahren. Die Sanierung ist Bestandteil eines seit vier Jahren währenden Projekts. Die wichtige Transportader zwischen Gustorf und Sodbach war nicht ausreichend dimensioniert. Die Folgen bekamen Peter Zorn und andere Anwohner am Langer Weg zu spüren. Bei heftigen Regengüssen staute sich das Wasser im Kanal zurück und schwappte immer wieder auf die Höfe und in die Häuser.
Die WGV reagierten: Zwischen Sodbach und Gustorf wurde seit 2007 ein zweites Rohr verlegt und das bestehende saniert. Nun prüft die WGV, ob für den Langer Weg weitere Maßnahmen nötig sind. Der Kanal dort nimmt auch das Wasser von der RWE-Ausbildungswerkstatt auf. Uwe Bors von den WGV erläutert: "Wir prüfen jetzt, ob auch am Langer Weg ein größerer Kanal nötig ist. Wir haben eine Messstelle mit Regenmesser installiert, um zu ermitteln, welche exakten Wassermengen der Kanal dort aufnimmt."
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