Grevenbroich (NGZ). Gianna Eiden leitet die erste orientalische Tanznacht im Jugendtreff St. Josef. Aber auch für Hochzeiten und Geburtstage wird die 26-Jährige, die seit sieben Jahren als Tanzlehrerin bei der AWO arbeitet, regelmäßig gebucht.
Sie bezeichnet sich selbst als "zartes Mondlicht". Dennoch steht Gianna Eiden regelmäßig im Rampenlicht. Riesige Schleier, klimpernde Hüfttücher, bis hin zu kompletten, selbst bestickten Kostümen mit Rock und Oberteil: Eidens Leidenschaft gilt seit zwölf Jahren dem Bauchtanz. "Ich empfinde durchs Tanzen eine unglaubliche Befreiung", erzählt die 26-Jährige, die seit sieben Jahren auch Bauchtanz-Kurse bei der AWO in Grevenbroich gibt. In der kommenden Woche leitet sie im Jugendtreff St. Josef eine orientalische Tanznacht – die erste in Grevenbroich. Klassisch-orientalischer Tanz, Schleiertanz, Lichtertanz, Stocktanz, orientalischer Tanz auf moderne europäische Musik: Insgesamt 20 Tänzerinnen zwischen 18 und 55 Jahren proben derzeit immer montags und donnerstags für ihren großen Auftritt im Jugendtreff. "Ich bin schon ganz aufgeregt", gesteht Eiden, die selbst seit 1998 tanzt.
Tanznacht
Was Moderner, zeitgenössischer und orientalischer Tanz, verschiedene Facetten des orientalischen Tanzes. Solos, Duos und Gruppentänze.
Wann Freitag, 10. September, 19.30 Uhr, Einlass ab 18 Uhr.
Wo Jugendtreff St. Josef, An St. Josef 4. Eintritt: Fünf Euro.
Karten Tel. 02181 9360
Auch sie wird bei der orientalischen Tanznacht zu sehen sein. "Ich tanze Solos, bin aber auch bei Gruppentänzen dabei", erzählt die gebürtige Jüchenerin, die auch gerne mal "mittendrin" ist. Ihre Leidenschaft fürs Bauchtanzen habe sie per Zufall entdeckt. "Ich habe im Garten so vor mich hin getanzt. Eine Freundin meiner Mutter fand, dass ich Talent habe. Schließlich hat sie mich mit zum AWO-Tanzkursus genommen." Fünf Jahre trainierte Eiden dort, bis sie gefragt wurde, ob sie Bauchtanz unterrichten wolle. "Ich habe sofort Ja gesagt", erinnert sich die Tänzerin, die nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zur Friseurin machte und im Anschluss Soziale Arbeit studierte. Derzeit arbeitet die 26-Jährige im Offenen Ganztag bei der Stadt Grevenbroich. "Mein Ziel ist es, mal Psycho- oder Verhaltenstherapeutin zu werden." Mit riesigen Schleiern werden die 20 Frauen der AWO-Tanzgruppe über die Bühne des Jugendtreffs St. Josef schweben. Aber auch moderne Tänze zu Amy Winehouse oder Tito und Tarantula aufführen. "Mir ist wichtig, dass jede Tänzerin ihren eigenen Stil entwickeln kann", erzählt Eiden, die seit acht Jahren unter dem Künstlernamen "Naima Nourai", was soviel wie "Zartes Mondlicht" heißt, auf Hochzeitsfeiern und Geburtstagen auftritt. "Ich habe auch schon vor 300 Leuten getanzt", erzählt die Tänzerin, die in ihrer Freizeit gerne Trödelmärkte besucht, strickt und Outfits näht. Besonders stolz ist die 26-Jährige auf ihren Auftritt beim orientalischen Tanzfestival mit internationalen Stars in Duisburg. "Tanzen macht mich unheimlich glücklich." Bei der ersten orientalischen Tanznacht in Grevenbroich rechnet die Tänzerin mit bis zu 200 Leuten. "140 Karten sind schon verkauft", berichtet die Bauchtänzerin stolz. Eins steht jetzt schon fest: "Im kommenden Jahr soll es wieder eine orientalische Tanznacht geben."
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