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L 69 soll sicherer werden: Von Kurven zu Geraden

VON CARSTEN SOMMERFELD - zuletzt aktualisiert: 17.03.2009 - 21:30

L 69 soll sicherer werden (NGZ). Die CDU-Fraktion sieht für die unfallträchtige L 69 bei Wevelinghoven Handlungsbedarf. Einige tückische Kurven müssten begradigt werden. Der Landesbetrieb „Straßen NRW“ will nur die Fahrbahn erneuern , griffiger machen.

Hier heißt es Tempo drosseln : Die L 69 zwischen der Wevelinghovener Umgehungsstraße und der K 31 ist tückisch. Die CDU- Fraktion fordert eine Begradigung. Der Landesbetrieb Straßenbau hat dafür kein Geld, erneuert aber die Fahrbahndecke.  Foto:  M. Reuter
Hier heißt es Tempo drosseln : Die L 69 zwischen der Wevelinghovener Umgehungsstraße und der K 31 ist tückisch. Die CDU- Fraktion fordert eine Begradigung. Der Landesbetrieb Straßenbau hat dafür kein Geld, erneuert aber die Fahrbahndecke. Foto: M. Reuter

Grevenbroich Die Kurve wirkt harmlos, doch beim Durchfahren erweist sie sich als tückisch. Sachte, sachte - Bremsen ist angesagt. Die Tempo-70-Schilder und zusätzlichen Schleudergefahr-Hinweise stehen zu Recht. „Zu kurvig und zu eng“, beschreibt CDU-Ratsherr Holger Leusch den Zustand der L 69 zwischen der Umgehungsstraße Wevelinghoven (L 361) und der K 31, die aus Richtung Hülchrath nach Barrenstein führt.

„Eine unfallträchtige Straße“, erklärt auch Alexander Klömpges, der mit seinen Wevelinghovener Ratskollegen Leusch und Heinrich Bayer beim Ortstermin auf die Gefahrenstelle hinweist. „Wer hier etwas zu schnell fährt, wird leicht aus der Kurve getragen. Schon mehrere Autos haben sich überschlagen und sind im Feld gelandet“, schildert Bayer.

Auf die Straße wegen Mängeln aufmerksam geworden ist auch der Landesbetrieb „Straßen NRW“ als Straßenbaulastträger: Die Straße sei „wegen ihrer fehlenden Griffigkeit in das Sonderprogramm 2009 aufgenommen worden“, heißt es in einem Schreiben an die Stadt.

Info

Radwegverlängerung

Die Wevelinghovener CDU-Ratsherren haben für die L 69 noch ein anderes Anliegen. Der am jüdischen Friedhof vorbei führende Radweg endet rund 80 Meter vor einem Feldweg, Radler müssen auf die Fahrbahn. „Wir möchten, dass der Landesbetrieb den Radweg bis zum Feldweg verlängert. Die Verbindung wird auch von Schülern genutzt“, sagt Alexander Klömpges. „Die Stelle ist gefährlich“, meint auch Anne Schrijver. Die Wevelinghovenerin radelte gestern vom Pferdestall nach Hause. „Wir haben ein „Innovatives Radwegeprogramm“, so Wilhelm Höfener von „Straßen NRW“. Kleine Ausbauten seien möglich, „wenn etwa die Stadt sich an der Finanzierung beteiligt.“ Für 2009 seien die Mittel aber vergeben.

Aus Mitteln des Konjunkturprogramms soll „etwa im Juni/Juli die Deckschicht heruntergefräst und eine neue Schicht aufgebracht werden“, erklärt Markus Reul, Projektleiter Bau beim Landesbetrieb. Das reicht der CDU aber nicht: „Wir halten eine Begradigung einiger Kurven vor der Deckenerneuerung für erforderlich, um die Unfallschwerpunkte zu beseitigen“, so Klömpges. Die Fraktion stellt für die Ratssitzung morgen einen entsprechenden Antrag.

Dass es sich bei der L 69 um eine Unfallhäufungsstrecke handelt, bestätigt Polizeisprecher Bernd Schmutzler: „Von 2004 bis 2008 ereigneten sich 45 Verkehrsunfälle mit sechs Schwer- und zehn Leichtverletzten.“

„Kurven erkennt ein Autofahrer, nicht aber die Griffigkeit der Fahrbahn“, erklärt Wilhelm Höfener, stellvertretender Leiter der Niederlassung Mönchengladbach von „Straßen NRW“, zum Vorgehen des Landesbetriebs. Für eine Begradigung der Strecke habe die Behörde kein Geld. „Wir haben bei Landesstraßen ein Riesenproblem mit Schlaglöchern. Bei uns gehen etliche Straßendecken kaputt, weil wir seit Jahren nur einen minimalen Geldbetrag zur Sanierung haben.“

Den gesamten Bericht lesen Sie in der Ausgabe der Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom Mittwoch, 18. März.

Foto
Machen sich für mehr Sicherheit auf der L 69 stark: die Ratsherren Holger Leusch, Alexander Klömpges und Heinrich Bayer (v.l.). Foto: NGZ
Quelle: NGZ


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