Hotelroute Grevenbroich (NGZ). Die ersten grünen Hinweisschilder im Stadtgebiet sind aufgestellt. Im April soll die neue Hotelroute fertig sein, um Gäste ohne Umwege zur Übernachtungsmöglichkeit zu führen. Elf Hotels beteiligen sich. Die Stadtverwaltung sieht Wachstumspotenzial etwa im Fahrradtourismus.
Grevenbroich Verwundert blickt so mancher Autofahrer am Hagelkreuz auf das neue Schild, das gelb auf grün auf die„Hotelroute-Nord, -City, und -Süd“ hinweist. „Dabei handelt es sich um eines der Schilder für unsere neue Hotelroute, die wir bis Anfang April zusammen mit Hotels einrichten“, erläutert Robert Jordan, bei der Wirtschaftsförderung der Stadt für Marketing und Tourismus zuständig, auf Anfrage der NGZ.
Eine Hotel-Hochburg ist Grevenbroich eher nicht: Die Zahl der rund 25 Hinweisschilder für die Route wird die der Hotels übersteigen. Doch die Stadt will den Tourismus fördern. „Nach einem Gespräch mit Hoteliers griff Bürgermeister Dr. Axel Prümm die Anregung auf, eine solche Route einzurichten“, erzählt Jordan.
Mehr Übernachtungen
Laut dem Landesbetrieb Information und Technik NRW stieg die Zahl der Übernachtungen 2008 um 20,1 Prozent auf 24 420, die Auslastung von 32,6 auf 35,12 Prozent. Erfasst sind aber nur Hotels ab neun Betten, davon existieren in der Stadt zehn mit 443 Betten.„Am Alten Rathaus in Grevenbroich sowie auf dem Gelände des ADAC-Fahrsicherheitszentrums in Gustorf stellen wir zwei Hinweistafeln mit den Namen und Adressen der beteiligten Hotels und einem Stadtplan auf“, erklärt Jordan.
Die Tafel am Marktplatz ist auch ein Wunsch des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Die grünen Hinweisschilder sollen dann den Gast ohne langes Suchen zu den Hotels führen.
Elf Hotels machen bei der Route mit. Sie tragen auch die Kosten in Höhe von „mehreren hundert Euro je Hotel“. „Eine sinnvolle Aktion und auch ein Willkommensgruß für Gäste“, urteilt Rainer Spenke, Geschäftsführer des Deutschen Gaststättenverbandes Nordrhein in Neuss.
Die Grevenbroicher Hotels profitierten schwerpunktmäßig vom Geschäftsreisetourismus. „2008 gab es bei den Übernachtungen ein Plus. 2009 sieht es bislang nicht so toll aus, da spielt die Wirtschaftskrise eine Rolle“, so Spenke. Jordan beobachtet zudem einen Anstieg bei Kurzurlaubern. Wachstumspotenzial sieht er im Fahrradtourismus.
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