Grevenbroich (NGZO). Der Grevenbroicher Wochenmarkt bleibt zunächst, wo er ist. Das macht Bürgermeisterin Ursula Kwasny in einem Brief an den Grevenbroicher Einzelhandel deutlich. Wie sie erklärt, habe sich der Verwaltungsvorstand gegen eine Verlegung der Stände vom Markt in den Zehnthof ausgesprochen. Eine Ausnahme für die City-Feste des Werberings stellt sie vorerst nicht in Aussicht.
Insgesamt 14 Händler aus der Innenstadt hatten sich bereits im Februar mit einem identischen Schreiben an die Bürgermeisterin gewandt. Sie appellierten an Kwasny, den Wochenmarkt während der alljährlichen Stadtfeste zu verlegen. Grund: Der Marktplatz werde am Samstagmittag von den Ständen geräumt und stehe bis Sonntag leer, da sich für die restliche Zeit keine Attraktion finden ließe.
In ihrem Antwortschreiben bricht Verwaltungschefin Kwasny nun eine Lanze für den Wochenmarkt: „Er erfüllt eine wichtige Versorgungsaufgabe für unsere Bürger“, meint sie: „Denn gerade Lebensmittelgeschäfte sind in der City so gut wie nicht mehr vertreten.“ Ein weiterer Vorteil: Der Markt ziehe das ganze Jahr über – selbst bei widrigem Wetter – viele Besucher in die Fußgängerzone. Aus diesem Grund will sie von einer Verlegung in den Zehnthof absehen. Auch, weil die Marktleute damit einen Umsatzeinbruch von bis zu 40 Prozent je Tag verbinden.
Ursula Kwasny schlägt dem Werbering vor, ihr mitzuteilen, welche Aktivitäten er auf dem Marktplatz plane. „Nach meiner Auffassung rechtfertigt das bloße Aufstellen einer Hüpfburg keine Verlegung des Wochenmarktes“, stellt sie klar. Wegen der Bauarbeiten an der Pfarrkirche St. Peter und Paul sei ein Markt im Zehnthof ohnehin derzeit nicht möglich.
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