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Jüchen: 13-jährige Jüchenerin im RTL-Erziehungscamp

zuletzt aktualisiert: 17.02.2010 - 15:03

Jüchen (NGZO). Die 13-jährige Jana aus Jüchen ist eine Außenseiterin. Nicht nur in der Schule, auch zuhause ist Jana gewalttätig, zerstört Möbel und hat auch schon in ihrem Zimmer mit Feuer gespielt. Eine mehrwöchige Therapie im Westen der USA soll ihr helfen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen - für die RTL-Sendung "Teenager außer Kontrolle".

Jana terrorisiert ihre Eltern, wo immer es geht. Mutter Andrea hat vor dem Gewaltpotential ihrer Tochter so viel Angst, dass sie sich nachts im Schlafzimmer einschließt und eine stressbedingte Neurodermitis bekommen hat. Stiefvater Johann hat an der Schlafzimmertür eine Alarmanlage angebracht und Jana auch per Kamera überwacht, als immer wieder Dinge im Haushalt verschwanden.

So beschreibt der TV-Sender die Probleme in Janas Elternhaus. Der 13-Jährigen wurde der Beiname "die Außenseiterin" gegeben. Neben Jana gehören Superzicke Janine (14), Messerstecher Patrick (16), ‚Gangster’ Nathanael (16),  Dauerkiffer Robin (16) und Straßenkind Kira (16) zu den "Teenagern außer Kontrolle", deren Therapie in der achtteiligen Dokumentation begleitet wird.

Info

Die Sendung

RTL zeigt acht Folgen der Dokumentation "Teenager außer Kontrolle – Letzter Ausweg Wilder Westen" ab Mittwoch, 17. Februar, 20.15 Uhr.

Die mehrwöchige Therapie im Westen der USA soll für die sechs schwer erziehbaren Jugendlichen aus Deutschland die letzte Chance auf ein Leben mit Zukunft sein. Die Therapie beginnt in der Wüste des weltberühmten ‚Monument Valley’ und soll aus den "Teenagern außer Kontrolle" unter der Leitung von Cheftherapeutin Annegret Noble und ihrem Team wieder verantwortungsbewusste Menschen machen. Zusammen mit ihrem Team will Annegret Noble die Jugendlichen in der Wildnis wieder auf den richtigen Weg bringen und zurück in ein geregeltes Leben führen.

Die Reise der Jugendlichen führt durch die beeindruckende Landschaft der US-Bundesstaaten Arizona, Utah und Colorado nach South Dakota. Annegret Noble: „Der Schwerpunkt unseres Programms ist die ‚Erlebnistherapie’. Das bedeutet, dass man am besten lernt und sich ändern kann, wenn man etwas erlebt und nicht nur drüber redet.“

Bei der Arbeit mit Wölfen, Kletterübungen, einer Raftingtour in den Rocky Mountains oder der Arbeit mit Pferden auf einer Mustang-Ranch sollen die Jugendlichen zum ersten Mal seit langer Zeit Erfolgserlebnisse erfahren. Und in so genannten ‚gestalttherapeutischen Übungen’ lernen, Gefühle auszudrücken und zu bewältigen, die sie seit Jahren mit sich herumtragen.

Doch auf dem Weg warten auf die Jugendlichen auch Rückschläge. Nur wer bereit ist, sich auf die Therapie einzulassen und an sich selbst zu arbeiten, hat Hoffnung auf dauerhaften Erfolg, so der Sender.

Nicht nur die Jugendlichen, auch ihre Eltern unterziehen sich einer Therapie in den USA. Getrennt von ihren Kindern arbeiten sie in der Wüste von South Dakota mit eigenen Therapeuten. Denn für den Erfolg der Therapie sei es wichtig, dass auch das Umfeld der Teenager sich ändert.

Mit Ankunft in den USA gelten für die Jugendlichen strenge Regeln: Ab sofort sind Alkohol, Zigaretten oder andere Drogen tabu. Dafür erwarten die Teenager die atemberaubende Landschaft des ‚Monument Valley’ mit ihren riesigen Gesteins-Monolithen, aber auch extreme Umweltbedingungen in der heißen Wüste. Dort sind für die Teenager Versuchungen wie Kneipen und Discos nicht erreichbar.

Auf dem Land der Navajo-Indianer beginnt das Programm mit der ersten Phase der Therapie, der so genannten ‚Orientierungsphase’. In dieser ersten von vier Phasen haben die Jugendlichen keine Zelte, diese müssen sie sich erst verdienen.

Annegret Noble: „Wir arbeiten mit einem Level-System, das eigentlich das richtige Leben widerspiegelt. Je mehr man sich verdient, desto mehr hat man. Die Jugendlichen fangen mit fast gar nichts an und verdienen sich dann ein Zelt dazu und schönere Aktivitäten, besseres Essen bis nachher hin zum Nachhause gehen.“

Um in die zweite Phase zu kommen, müssen die Jugendlichen zunächst Zeit alleine verbringen. Sie sollen ihre Lebensgeschichte aufschreiben und sich Ziele für die Therapie setzen. In der Wüste Arizonas sollen die Teenager ihre Probleme erkennen, ihren Emotionen, ihrer Wut und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Denn Cheftherapeutin Annegret Noble und ihr sagen: Erst wenn die Teenager ihr wahres Gesicht zeigen, können sie therapiert werden.


 
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