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Jüchen: Reisen ins Partner-Dorf geplant

VON DANIELA BUSCHKAMP - zuletzt aktualisiert: 25.01.2010 - 21:30

Jüchen (NGZO) Um die Partnerschaft mit Rebesgrün ist es ruhig geworden. Zu ruhig, sagt das Partnerschaftskomitee. Christfried Strobel will Bürgermeister Harald Zillikens einladen; auch der Gierather Löschzug will Richtung Vogtland reisen.

Typisch Rebesgrün: der Wasserturm und davor Mitglieder des Heimatvereins. Das Jüchener Partnerschaftskomitee will die seit 1992 bestehenden Beziehungen durch neue Aktionen intensivieren. Foto: Privat

Rebesgrün: Ein 1200-Menschen-Dorf im sächsischen Vogtland. "Mehr als ein Drittel der Einwohner sind Rentner", sagt der ehrenamtliche Ortsvorsteher Christfried Strobel. "Gäbe es bei uns eine Arbeitslosenquote wie in Jüchen: Ich wäre froh."

In Rebesgrün liegt sie bei rund 15 Prozent, in Jüchen bei rund sechs Prozent. Was die beiden Partnergemeinden eint und trennt – das konnte Strobel bei seinem aktuellen Besuch in Jüchen erfahren. Was er sich wünscht: "Die Verbindung zwischen Jüchen und Rebesgrün zu stärken." Ein Ziel, dass auch Vizebürgermeister Horst Schröder hat. Dazu sind 2010 einige Aktionen geplant.

Info

Mehr über Rebesgrün

Rebesgrün wurde am 9. November 1411 erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf wuchs zum Schwerpunkt der Stickerei-Industrie. Ein Hoch war 1935 mit 2800 Einwohnern erreicht, heute leben dort 1200 Menschen. Seit 2003 ist Rebesgrün Ortsteil von Auerbach, der Partnerstadt von Grevenbroich. Online-Infos: www.rebesgruen.de.

Ein virtueller Abstecher nach Rebesgrün, heute ein Ortsteil von Auerbach: Auf der Homepage stehen Neuigkeiten aus den Vereinen neben Bauernregeln ("Hat der Bauer kalte Hände, flieht die Kuh raus ins Gelände"), Kulturelles neben Politischem. Unter der Rubrik "Partnerschaft" ist die Verbindung zu den Partnern Leers und Jüchen zu finden. Fotos von Bürgermeister Rudi Schmitz und Nachfolgerin Margarete Kranz bei der Rebesgrüner Kirmes dokumentieren die freundschaftlichen Beziehungen, die seit 1992 bestehen.

"Leider ist es in den vergangenen Jahren etwas ruhiger geworden", sagen Horst und Dagmar Schröder, die sich um den partnerschaftlichen Austausch bemühen. Mit Mitgliedern des Partnerschaftskomitees, des Löschzugs Gierath der Freiwilligen Feuerwehr und Christfried Strobel haben sie vor dessen Rückkehr geplant, wie die Partnerschaft wiederbelebt werden soll.

Ein Problem zeigt Strobel (71) auf: "Der Austausch kann nur über die Vereinsebene – etwa über den Heimatverein und die Freiwillige Feuerwehr – funktionieren. Eine eigene Schule gibt es in Rebesgrün nicht."

Heinz-Dieter Abels, Chef des Löschzugs Gierath, hat die Reise nach Rebesgrün schon geplant: "Im Mai feiert die dortige Feuerwehr ihr 120-jähriges Bestehen – da sind wir mit einer Delegation dabei."

2011 wird für das kleine Rebesgrün ein großes Jahr: Dann wird das 600-jährige Bestehen gefeiert. Wenn es nach Christfried Strobel ginge, mit Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens. "Dazu würde ich ihn gerne einladen", sagt der Ortsvorsteher aus dem Vogtland. Ob Zillikens die Koffer packt und wer ihn begleiten wird, steht allerdings noch nicht fest.

Quelle: RP

 
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