Seniorenwohnungen in Hochneukirch (NGZO). Ab Ende des Jahres könnten auf dem Hochneukircher Gelände Seniorenwohnungen entstehen.
Hochneukirch (S.M.) Wer Bauprojekte verfolgt, für deren Gelingen die Deutsche Bahn, beziehungsweise eine ihrer zahlreichen Töchter eine tragende Rolle spielen, muss sich mit Geduld wappnen. Dies gilt nicht zuletzt auch für den Bahnhof Hochneukirch und sein Umfeld.
Dass bislang noch keines der entwickelten Konzepte über das Planungsstadium hinaus gelangt ist, liegt freilich nicht ausschließlich an der in Essen ansässigen Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft (BEG). So hat etwa ein von der Gemeinde eingeholtes Erschütterungsgutachten ergeben, dass die ursprünglich einmal vorgesehene gewerbliche Nutzung eines Teils des Bahnhofsgeländes nicht mehr möglich ist.
Dennoch könnte jetzt endgültig ein Durchbruch erzielt worden sein: Das Bahnhofsgebäude ist nämlich kürzlich an einen Investor verkauft worden, der Gemeinderat hat dem Geschäft bereits quasi seinen Stempel aufgedrückt. Damit steigen die Hoffnungen, dass die seit langem geplante Umgestaltung des Bahnhofsgeländes in Hochneukirch in absehbarer Zeit tatsächlich Gestalt annehmen kann.
Nachdem der Bebauungsplan zuletzt noch einmal im Planungsausschuss erörtert wurde, wird sich das Fachgremium nach den Worten von Dezernent Oswald Duda am 17. September noch einmal mit der An gelegenheit beschäftigen, ehe dann der Rat das letzte Wort hat. "Der Investor will Ende des Jahres beginnen", berichtet Duda zum aktuellen Stand der Dinge. Der Bauantrag für den Park & Ride-Platz hat die Verwaltung fast fertiggestellt, er soll laut Oswald Duda in Kürze gestellt werden.
Geplant sind für das Bahnhofsgelände unter anderem vier Wohnblocks mit insgesamt 36 Wohnungen für Senioren. Jedes Gebäude soll drei Geschosse mit je drei Wohnungen aufweisen. Geplant sind dabei Zwei- und Ein-Personen-Wohnungen, deren Größe zwischen 33 und 65 Quadratmetern variiert und die alle mit Balkonen ausgestattet werden sollen. Für das Bahnhofsgebäude selbst ist eine gewerbliche Nutzung vorgesehen, wobei Oswald Duda zufolge aber auch hier die Belange der Senioren eine Rolle spielen werden.
Vorgesehen ist daher neben einem Kiosk und einer Bäckerei auch ein Pflegedienst, beziehungsweise eine therapeutische Einrichtung. Gedacht ist unter anderem an die Schaffung eines Aufenthaltsraums. Im Bahnhofsgebäude selbst sollen zwei Wohnungen entstehen.
Rücksicht genommen werden muss bei den Umbauarbeiten darauf, dass sowohl das Bahnhofsgelände als auch das alte Stellwerk unter Denkmalschutz stehen. Erschlossen werden soll die neue Wohnanlage über die Peter-Busch-Straße, wobei unter anderem eine Lärmschutzwand geplant ist.
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