Jüchen (NGZ). Nach den Herbstferien beginnt im Hallenbad Jüchen die Sanierung. Kosten: rund eine Million Euro. Der Umbau soll etwa zehn Monate dauern. Der Schwimmer des TV Jüchen suchen jetzt nahe Alternativen.
Nach den Herbstferien, Anfang November, beginnt der Umbau des Hallenbads. Die Sanierung wird bis zu zehn Monate dauern. Ein zweiter Bauabschnitt soll folgen. Wann, steht noch nicht fest. Im Bau- und Verkehrsausschuss informierten jetzt Vertreter der Fachfirmen über den Stand der Planung. Woran sie keinen Zweifel ließen: "Das Hallenbad muss komplett geschlossen werden", sagte Ingenieur Willi Rostig vom Architekturbüro "Planungsgruppe Bad". Für Ralf Segschneider, Fachwart der 300 Mitglieder großen Schwimmabteilung des TV Jüchen, heißt das: "Wir müssen jetzt Gespräche über Alternativen führen."
Hallenbad-Sanierung
Beginn Anfang November 2010
Dauer zehn Monate.
1. Bauabschnitt Wärmetechnik, Innenausbau (inklusive Fliesen) von Duschen, umkleiden und Personalräumen, Deckenarbeiten.
I2. Bauabschnitt (geplant) Außenfassade mit der Glasfront wird gedämmt; Decke wird saniert. Starttermin fehlt noch.
"Gespräche über Alternativen"
Mit Geld aus dem Konjunkturpaket II wird die Schwimmstätte saniert. Knapp über eine Million Euro – rund 900 000 Euro vom Bund – zur Verfügung. Der Zeitrahmen ist klar definiert: Noch in diesem Jahr muss das Vorhaben begonnen werden und bis 2011 fertig sein. Doch das Geld reicht nicht für eine komplette Modernisierung: Insgesamt sind mindestens 1,5 Millionen Euro notwendig, hatte Dezernent Oswald Duda erläutert – Geld, dass die Gemeinde zurzeit nicht hat. Deshalb wird ein zweiter Sanierungsteil folgen. Wann, steht noch nicht fest. Was jetzt bereits feststeht: "Für den zweiten Bauabschnitt, bei dem die Fassade gedämmt wird, ist nur eine kurze Schließungsphase möglich", sagte Willi Rostig. Jetzt sollen WC- und Duschbereich, Heizung und Lüftung erneuert werden. Zudem werden Fliesen verlegt, Garderoben, Umkleiden- und Personalräume hergerichtet. "Zehn Monate für die Arbeiten halten wir für absolut realistisch; bei solch' einem Projekt gibt es immer zahlreiche Unwägbarkeiten", so Rostig und Eberhard Möller (Ingenieurbüro Meier und Möller). Möller betonte als Ziel, das Bad vom Status einer "Energievernichtungsanlage" holen zu wollen: "Energie sparen hat Priorität." Ralf Segschneider, Fachwart für Schwimmen beim TV, will jetzt Gespräche über Alternativen führen, etwa mit der DLRG in Hochneukirch und in Mönchengladbach-Rheindahlen: "Es wird schwierig, 300 Schwimmer unterzubringen." Segschneider kalkuliert bereits einen "deutlichen Mitgliederschwund" ein: "Das sind Erfahrungswerte nach der letzten Badschließung, die ein halbes Jahr dauerte." Bei den Wettkampf-Gruppen hätte es Lücken gegeben: "Es fehlten zwei bis drei Jahrgänge".
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