Jüchen (NGZO). Mit gut 300 Aktiven ist der Karnevalszug in Gierath-Gubberath die größte "Narren-Demo" in Jüchen. Ein Problem: Die Bauplätze im Doppeldorf werden knapp. Dieses Jahr arbeiten die Jecken noch ohne Platznot an den Großwagen.
Gierath Der Countdown läuft, in einer Woche sind die "tollen Tage" in vollem Gange: Zu den Hauptattraktionen des Karnevals in Jüchen zählt seit Jahr und Tag der Rosenmontagszug der Karnevalsgesellschaft (KG) Gierath-Gubberath, die mit gut 300 Teilnehmern größte "Narren-Demo" in der Gemeinde. Zugleiter Joachim Heikamp und Peter Kluth von der "KG Lummerland + Co." haben jetzt schon einmal ihren "Fuhrpark" inspiziert.
Noch können sie ohne Platznot ihre Großwagen bauen, aber nach Aschermittwoch gilt es für die "KG Lummerland", ein ernstes Problem zu lösen: Das Gelände, auf dem sie und eine weitere Gruppe über Jahre hinweg ihre Wagen abstellen durften, ist verkauft und muss bis zum 30. April geräumt werden. Ein Ersatz-Areal ist noch nicht in Sicht.
Für Kurzentschlossene
Kurentschlossene haben noch eine Woche die Möglichkeit zum Mitmachen: Wer – motorisiert oder auch nicht – beim Rosenmontagszug dabei sein will, kann sich noch bis Freitag, 12. Februar bei Joachim Heikamp, Schulstraße 80 melden. Tel. 0 21 81 / 4 17 73
Trotzdem lassen sich die Jecken die Vorfreude auf diesen Rosenmontag nicht vermiesen: Sie bauen fleißig ihre Wagen. Seit 1992 ist die "KG Lummerland" beim Rosenmontagszug mit von der Partie, wobei sie meist mehrere Wagen stellt. Ihr vor gut fünf Jahren ersteigertes Piratenschiff hat die 14-köpfige Truppe schon seit geraumer Zeit an die Scheibenschützen vermietet. Die "KG Lummerland" selbst wird das von ihr selbst genutzte Gefährt bald in Schuss bringen.
"Glamour Girls – Drag Queens" lautet das Motto für den Rosenmontagszug, für den Joachim Heikamp mit 20 bis 24 Gruppen rechnet. Die "Lummerländer" sind übrigens keine eigene Abteilung der rot-weißen Narren aus Gierath und Gubberath. "Wir hatten damals Jim Knopf und Lukas, den Lokomotivführer als Motto– und seitdem haben wir den Namen weg", berichtet Heikamp. Ungeachtet der lockeren Strukturen funktioniert die Gruppe allerdings bestens. Ab November sind Heikamp zufolge allenfalls zwei Sitzungen nötig, um alles Nötige für den Karneval vorzubereiten. Die Gruppe stellte nicht nur die beiden ersten Rot-Weiß-Dreigestirne, sondern auch zwei Mal das Kinderprinzenpaar – 2005 war Joachim Heikamps Tochter Vivien mit damals vier Jahren die jüngste Prinzessin überhaupt. Der Leiter des Rosenmontags bedauert, dass es nun schon im zweiten Jahr in Folge nicht gelungen ist, ein Kinderprinzenpaar zu stellen: "Die Eltern stehen leider nicht dahinter."
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