Jüchen (NGZ). Klarer Trend: Gymnasium und Realschule können im Sommer je eine vierte Eingangsklasse bilden. Für die Hauptschule liegen nur 18 Anmeldungen vor. Der Schulleiter erwartet aber, dass sich die Zahl noch deutlich erhöht.
Jüchen Die Eltern haben entschieden, im Rathaus liegen die Anmeldungen fürs Schuljahr 2010/2011 vor – auch wenn noch der eine oder andere Schüler hinzukommen wird. Das dürfte vor allem an der Ganztagshauptschule Hochneukirch gelten: Dort wurden bislang gerade mal 18 Jungen und Mädchen fürs fünfte Schuljahr angemeldet, der Schulentwicklungsplan geht von 36 Anmeldungen aus.
Alarmstimmung kommt im Rathaus aber nicht auf: "Wir gehen davon aus, dass wir im Sommer eine stabile Eingangsklasse bilden können", erklärt Gemeindesprecher Jürgen Wolf. Das meint auch Schulleiter Peter Lau: "Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass zum Ende der offiziellen Anmeldetermine nur etwa die Hälfte der endgültigen Anmeldungen vorliegt. Ich weiß, dass einige Kinder aus der Grundschule Hochneukirch noch nicht bei einer weiterführenden Schule angemeldet wurden", so Lau. Die Gemeindeverwaltung rechnet mit letztlich rund 30 Fünftklässlern – darunter Kinder, "die etwa von Gesamtschulen in Nachbarstädten abgelehnt worden sind", so Wolf. "Manche Eltern nehmen unseren Anmeldetermin nicht so ernst. Sie wissen, dass sie an der Hauptschule ihr Kind bis zum letzten Schultag anmelden können", erklärt Lau, der betont: "Ich denke, dass die Schule in den nächsten Jahren nicht gefährdet ist, die Anmeldezahl ist relativ konstant." In der siebten Stufe wird die Schule zwei-, in der zehnten dreizügig.
Schul-Trend
Der Trend zu Gymnasium und Realschule hält bei der Wahl der weiterführenden Schule in Jüchen an: Für das kommende Schuljahr wurden 52 Prozent der Schüler in Jüchen am Gymnasium und 41 Prozent an der Realschule Jüchen angemeldet. Fürs Schuljahr 2009/10 sah dies ähnlich aus: 55 Prozent der angemeldeten Jungen und Mädchen wechselten zum Gymnasium an der Stadionstraße, 37 Prozent zur Realschule nebenan.
Klar ist aber auch: Es könnten deutlich mehr Fünftklässler sein. Wenn alle Jüchener, die die Katholische Hauptschule in Grevenbroich besuchen, stattdessen in Hochneukirch lernten, könnte die Ganztagshauptschule "immer zweizügig fahren", hatte Fachbereichsleiter Bernd Krahwinkel kürzlich erklärt. Ein möglicher Grund für die Schulwahl: Die Grevenbroicher Schule hat keinen Ganztagsbetrieb.
Ganz andere Zahlen als die Hochneukircher Schule können das Gymnasium und die Realschule an der Stadionstraße vorweisen: Am Gymnasium wurden 133 Mädchen und Jungen angemeldet, damit kann die Schule wieder vier Eingangsklassen bilden. 108 Anmeldungen liegen für die Realschule vor, die vier statt drei fünfte Klassen einrichten kann. "Der Platz dafür ist in der Schule vorhanden", so Wolf. Auch die Anmeldezahlen für die Grundschulen stehen fest. Laut Wolf sind alle Schulen im Bestand gesichert.
Die Grundschule Jüchen kann mit 67 Erstklässlern drei Eingangsklassen bilden. Die Grundschule Hochneukirch (40 Anmeldungen) startet zweizügig, die Janusz-Korczak-Schule in Otzenrath einzügig (23). An der Lindenschule kommen in Gierath zwei Klassen mit 48 Kindern zustande, am Teilstandort Bachstraße eine mit 20. "Wir haben im Mai den Schulentwicklungsplan neu aufgelegt, die Zahlen darin haben sich annähernd bestätigt", sagt Achim Schwarz vom Schulverwaltungsamt zu den Grundschulzahlen.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.