Jüchen (NGZ). Hochneukirch Keinen leichten Stand hatten erwartungsgemäß Paul Rutten und Rainer Sender von der Niederrheinischen Versorgung und Verkehr (NVV) bei der gemeinsamen Sitzung des Haupt- und des Planungsausschusses. Zusammen mit Peter Herzogenrath, Geschäftsführer der Kreisbauernschaftstellten sie die Pläne von NVV und Landwirtschaft für eine Biogasanlage in Güdderath unweit von Hochneukirch vor, wobei ihnen mehrheitlich Ablehnung entgegen schlug.
Einen ihr allzu heftig werdenden Wortwechsel zwischen Thomas Dederichs (Bündnis 90/Die Grünen) und Peter Herzogenrath unterband Bürgermeisterin Margarete Kranz kurzerhand.
Der mehrheitliche Tenor war klar: Vizebürgermeister Karl-Heinz Ehms beteuerte für die CDU, nichts gegen Biogasanlagen zu haben, doch möge die NVV einen anderen Standort auswählen. Hochneukirch leide schon heute an einer Vielzahl von Belastungen.
Ein Untersuchung hat laut NVV-Prokurist Paul Rutten ergeben, dass der Norden Mönchengladbachs als Standort für die Anlage weniger geeignet sei als der südliche Teil, der an die Gemeinde Jüchen grenzt.
Das Investitionsvolumen für die 2009 zu errichtende Biogasanlage beträgt knapp zehn Millionen Euro. Um sie betreiben zu können, sind jährlich 30 000 Tonnen Mais nötig Um den biologischen Prozess zu stabilisieren, sind rund 3000 Tonnen Rindergülle nötig.
Die Versicherung, dass von der Anlage keine Geruchsbelästigung ausgehen werde, stieß bei der Mehrheit zumindest auf tiefe Skepsis. Was etwaige Belästigungen durch den Zulieferverkehr angeht, steigerte die Skepsis sich noch um einige Grade.
Dr. Holger Tesmann (SPD) warf der CDU vor, nicht zu einer konkreten Prüfung bereit zu sein, welcher Art die befürchteten Belastungen sein könnten.
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