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Jüchen: Ein Park erzählt Geschichte(n)

VON SASCHA WICHMANN - zuletzt aktualisiert: 09.09.2007 - 21:30

Jüchen (NGZ). Jüchen „Das Schönste, das wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle“. So zitierte Bürgermeisterin Margarete Kranz den Physiker Albert Einstein in ihren Grußworten zur Eröffnung der Illumina 2007.

Dicht an dicht wanderten die Besucher durch den erleuchteten Dycker Schlosspark. Mehrere Tausend kamen zur Eröffnung der Illumina am Wochenende.  Foto: Lothar Berns
Dicht an dicht wanderten die Besucher durch den erleuchteten Dycker Schlosspark. Mehrere Tausend kamen zur Eröffnung der Illumina am Wochenende. Foto: Lothar Berns

In der Tat übt das Spiel mit Licht und Schatten, mit Mystik und dem Geheimnisvollen auf viele Menschen einen besonderen Reiz aus.

So verwundert es nicht, dass der aus zahlreichen Effekten, Farbspielen und einer akustischen Untermalung bestehende „Parkzauber“ schon bei seiner Eröffnung am Samstag Abend mehrere tausend Besucher nach Schloss Dyck lockte.

Die sorgenvollen Gesichter der Organisatoren waren letztlich unbegründet. Denn auch ein wolkenverhangener Himmel konnte die rund 130 geladenen Gäste nicht davon abhalten, sich pünktlich um 19 Uhr an der Orangerie des nun fast eintausend Jahre alten Schlosses einzufinden.

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Die Beleuchtung sowie die Beschallung der Parkanlage erfordert erheblich gesteigerte Stromkapazitäten. Diese wurden mit Unterstützung des Sponsoren RWE geschaffen, der gleich mehrere Generatoren aus dem Braunkohletagebau abzog um sie der Stiftung Schloss Dyck zur Verfügung zu stellen.

Mit leichter Verspätung, bedingt durch mehrere Zugaben bei dem benachbarten Abschlusskonzert des niederrheinischen Musikfestivals begrüßten die Organisatoren, Kuratoren und Ausrichter der Illumina Gäste, Sponsoren sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft.

Neben Bürgermeisterin Margarete Kranz, die vor allem den Stellenwert von Veranstaltungen wie der Illumina für Schloss Dyck hervorhob, war auch Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke zur Eröffnung des farbenfrohen Spektakels erschienen.

Auf die Historie des Schlosses wie auch seiner Gartenanlagen verwies der Vorsitzende und Kurator der Stiftung Schloss Dyck, Norbert Wiemers, der die Anlage als „tausendjähriges Erbe und Kleinod“ bezeichnete, mit einem Park der „Geschichte und Geschichten erzählt“.

Sein Dank galt vor allem den Sponsoren, ohne die, so Wiemers, „dieses Ereignis nicht hätte stattfinden können“.

Rechtzeitig zum Einbruch der Dunkelheit traten die Gäste und Organisatoren den zwei Kilometer langen Weg durch den ausgedehnten Park des Schlosses an und fanden sich umgehend in einer fantastischen Welt aus flackernden Effekten, flüsternden Stimmen und fluoreszierenden Lichtern wieder.

So manchen kleinen Besucher beschlich angesichts der erzählten und gesungenen Geschichten um Elfen und andere Fabelwesen des Waldes ein Hauch von Angst, doch überwog letztlich die Begeisterung über das bunte Lichterspiel zu beiden Seiten des Weges.

Vor allem die Fassade des Schlosses, erneut in das faszinierende Spektakel miteinbezogen, wurde an diesem Abend zum überragenden Blickfang.

Bürgermeisterin Kranz zeigte sich schon während des Rundganges begeistert und vom Erfolg der diesjährigen Veranstaltung überzeugt.

„Die vielen Besucher an diesem Abend sind schon jetzt ein offensichtlicher Beweis für den Erfolg der Illumina“. Zugleich unterstrich sie die enorme Bedeutung und Rolle der Stiftung, die sich für das Schloss und den Park engagiert.

Für Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke stand unmittelbar nach dem Spaziergang durch den Schlosspark fest, dass sich die Illumina beim Publikum als Tradition etabliert hat.

„Sicherlich sind viele der Besucher am heutigen Abend keine Ersttäter“, sagte Petrauschke im Gespräch. Und auch die persönliche Bewertung des Kreisdirektoren fiel durchweg positiv aus. „Mit der Darbietung wird eine Perle des Rheinlandes erneut ins richtige Licht gerückt“.

Quelle: NGZ


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