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Jüchen: Existenzhilfe öffnet ihre Türen

VON CARSTEN SOMMERFELD - zuletzt aktualisiert: 23.06.2009 - 21:30

Jüchen (NGZ). Jüchen In den Körben warten Paprika, Bananen, Erdbeeren und abgepackte Putenfleischwurst, das oberste Regalbrett ziert eine Reihe Ananas. Der Verein Existenzhilfe ist bereit; am Dienstag Nachmittag war die erste Ausgabe an der Rektor-Thoma-Straße: Jeden Dienstag und Freitag von 15 bis 17.30 Uhr können bedürftige Menschen dort nun - wie schon in Grevenbroich - für einen geringen Obulus Lebensmittel erhalten.

Paprika, Äpfel und Ananas gab es am ersten Ausgabetag der Existenzhilfe, Vorsitzender Christian Kretschmer (l.) und Michael Neuhäuser präsentierten einen Teil der Waren. Bislang fuhren rund 300 Jüchener zur Ausgabestelle in Grevenbroich.  Foto: Michael Reuter
Paprika, Äpfel und Ananas gab es am ersten Ausgabetag der Existenzhilfe, Vorsitzender Christian Kretschmer (l.) und Michael Neuhäuser präsentierten einen Teil der Waren. Bislang fuhren rund 300 Jüchener zur Ausgabestelle in Grevenbroich. Foto: Michael Reuter

„Mit der heutigen Eröffnung ist ein Traum wahr geworden. Vor zweieinhalb Jahren hatten sich der Verein und die Gemeinde zusammengesetzt, um auch in Jüchen eine solche Ausgabestelle einzurichten“, sagte Bürgermeisterin Margarete Kranz bei der Eröffnung. „Es war schwer, geeignete Räume zu finden - zentral gelegen und dennoch nicht auf dem Präsentierteller.“

Das Vorbild der Ausgabestelle - am Südwall in Grevenbroich - ist ein Erfolgsmodell. Selbst Existenzhilfe-Geschäftsführer Wolfgang Norf ist von dem Ausmaß überrascht, den die Hilfe seit den Anfängen 2005 angenommen hat. „Wir versorgen heute in Grevenbroich rund 1800 Erwachsene und 500 Kinder unter 14 Jahren“, erzählt er. „Bislang kamen auch rund 300 Jüchener nach Grevenbroich, die können sich jetzt die lange Anfahrt sparen“, so Wolfgang Norf.

„Wir erhalten die Lebensmittel von rund 30 Geschäften und Höfen, wo sie nicht mehr verwendet werden können“, erzählt Michael Neuhäuser, der 55-Jährige leitet die Jüchener Ausgabestelle. Die Kunden - der Verein legt auf diese Bezeichnung wert - müssen zunächst am Bürotag montags von 14 bis 16 Uhr ihre Bedürftigkeit nachweisen - etwa den Renten- oder Hartz-IV-Bescheid vorlegen. Für einen Einkauf zahlen sie dann einen Euro.

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

Quelle: NGZ


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