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Jüchen: Feinstaub liegt innerhalb der Grenzwerte

VON DANIELA BUSCHKAMP - zuletzt aktualisiert: 05.07.2011

Jüchen (NGZ). Bringt der Tagebau durch Radioaktivität Gesundheitsgefahren für die Jüchener mit sich? Mit dieser Frage beschäftigten sich nicht nur die Jüchener Politiker, auch der frühere Staatssekretär und Jüchener Bürger Willy Wimmer wollte sie geklärt wissen. Jetzt liegt die Antwort von NRW-Umweltminister Johannes Remmel vor.

Ob ein Zusammenhang zwischen Radioaktivität aus dem Braunkohletagebau und Krankheiten besteht, dazu schrieb jetzt NRW-Umweltminister Remmel.  Foto:  PAS
Ob ein Zusammenhang zwischen Radioaktivität aus dem Braunkohletagebau und Krankheiten besteht, dazu schrieb jetzt NRW-Umweltminister Remmel. Foto: PAS

Keine Hinweise auf Krankheiten

Remmels Fazit: Alle Untersuchungen zur Radioaktivität, die verschiedenen Einrichtungen vorgenommen haben, hätten gezeigt, "dass unter der Annahme ungünstigster Bedingungen eine eventuelle Zusatzbelastung im Bereich der üblichen Schwankungen der natürlich vorkommenden Radioaktivität liegt und damit keine nachweisbare gesundheitliche Belastung verbunden ist", heißt es in dem Brief, der der NGZ vorliegt.

Speziell Messungen des Forschungszentrums Jülich an Feinstaubproben (lungengängige Substanzen) konnten "keinen Einfluss des Braunkohletagebaus auf die Alpha-Aktivität der Feinstaubproben nachweisen". Dem Minister würden zudem auch "keinerlei Hinweise" auf ein erhöhtes Krankheitsgeschehen oder eine Häufung von Krebserkrankungen im Rhein-Kreis Neuss oder der weiteren Umgebung des Braunkohle-Tagebaus vorliegen.

Zum Hintergrund: Die Gemeinde Jüchen will die Belastung durch den Tagebau-Feinstaub dokumentieren. So sollen – so der Wunsch von Bürgermeister Harald Zillikens – etwa neue Mess-Stationen eingerichtet werden. Ob ein Zusammenhang zwischen Radioaktivität aus dem Tagebau und Krankheitsgefahren besteht, wird in Gutachten unterschiedlich bewertet: Braunkohle-Gegner bejahen dies, Bergbau-Betreiber streiten es ab.

Der NRW-Umweltminister verweist darauf, dass in den vergangenen Jahren Feinstaubmessungen rund um die drei großen Tagebaue erfolgt wären: "An allen Messstellen wurden die Immissionsgrenzen für Feinstaub deutlich unterschritten." Gegen den direkt wahrnehmbaren Grobstaub sollten "auf freiwilliger Basis zusätzliche Maßnahmen" ergriffen werden.

Quelle: NGZ/rl


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