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Jüchen: Förderprogramm: Mehr Ärzte für Jüchen

VON DANIELA BUSCHKAMP - zuletzt aktualisiert: 02.04.2010 - 21:30

Jüchen (NGZ). Auf dem Land fehlt der Landarzt: Um diese Lücke zu schließen, investiert das Land Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen eines Förderprogramms stehen in diesem Jahr "rund 1,5 Millionen zur Verfügung", kündigt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann an. "Bis zu 50 000 Euro können Hausärzte für eine eigene Praxis auf dem Land abrufen" – etwa in Jüchen.

Dort herrscht Not am Arzt. In der ärztlichen Versorgung klafft eine Lücke (die NGZ berichtete). Die Frage "Wie komme ich zu meinem Arzt?" stellen sich besonders ältere Jüchener. Denn die Landgemeinde gehört nach Angaben der "Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein" (KVNo) "zu den Gemeinden, die von einem Ärztemangel bedroht sind", hatte Karin Hamacher, Pressereferentin der KVNo, bereits im Februar auf Anfrage der NGZ erklärt. Das Problem "Ärztemangel" kennen neben Jüchen Gemeinden wie Sonsbeck oder Issum.

Um den Mangel an Haus- und Fachärzten zu schließen, hatte die CDU-Fraktion im Kreistag einen Antrag für eine neue Analyse gestellt. Darin soll die Zahl aller niedergelassenen Ärzte und deren Alter festgehalten werden – die Grundlage, um den künftigen Bedarf in diesem Bereich zu ermitteln.

Der Mangel an Medizinern stellt besonders für ältere Menschen in Jüchen einen Mangel an Lebensqualität und Gesundheitsvorsorge dar. Die Senioren fürchten bereits jetzt, dass es den Hausarzt in der Nachbarschaft künftig nicht mehr geben wird.

Denn einige Jüchener Ärzte sollen sich – laut Informationen aus örtlichen Medizinerkreisen – "bald in den Ruhestand zurückziehen". Gerade diejenigen Senioren, die regelmäßig einen Facharzt aufsuchen müssen und nicht mobil sind, müssten künftig den "Ausflug zum Arzt" unternehmen.

Hier setzt das Förderprogramm des Landes an. "Sein Ziel ist es, die hausärztliche Versorgung in Nordrhein-Westfalen wohnortnah zu erhalten", so der NRW-Minister. Es soll dem "Hausärzte-Sterben in ländlichen Gemeinden entgegenwirken"; auch in Jüchen.

Quelle: NGZ


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