Wahlprogramm der CDU (NGZ). CDU-Bürgermeisterkandidat Harald Zillikens und Parteichef Dr. Christoph Schmitz präsentierten am Montag Abend das Wahlprogramm der Union.
Jüchen Ihren Bürgermeisterkandidaten hat die Jüchener CDU vor zwei Wochen mit Harald Zillikens gefunden, das Wahlprogramm der Union ist mittlerweile fertig - der Wahlkampf kann also richtig beginnen: „Wir werden das machen, was wir immer gemacht haben, nämlich Präsenz zeigen: Das ist unsere Stärke gegenüber allen anderen Parteien“, beschreibt CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Dr. Christoph Schmitz den Grundansatz der nun einmal mitgliederstärksten und flächendeckend verankerten Partei im Gemeindegebiet.
„Wir kämpfen um die absolute Mehrheit im Rat“, so der CDU-Chef, für den eine Koalitionsdebatte folglich nicht in Betracht kommt. In den Wahlkampf ziehen will die Union unter dem Motto „Jüchen - unsere Gemeinde - unsere Zukunft“, wobei ein Kernelement des Wahlprogramms die Rubrik „versprochen-gehalten“ ist, in dem die CDU auflistet, wie es um die Erfüllung der bei der vorigen Kommunalwahl 2004 proklamierten Ziele bestellt ist - durchweg positiv natürlich, wie dem Programm zu entnehmen ist, das in einer Auflage von 10 000 Exemplaren erscheinen und an die Jüchener Haushalte verteilt wird.
Harald Zillikens verweist auf seine Kandidatenrede vom 17. Juni in der, „basierend auf dem Programm“, die Wirtschaftsförderung und den „weiteren Ausbau der Schullandschaft“ zu seinen Prioritäten gezählt hatte. „Wenn die Mensa da ist, sind die Voraussetzungen für den Ganztag geschaffen“, betont der CDU-Bürgermeisterkandidat mit Blick auf das Gymnasium und die Realschule. In der Folge könne ein Konzept erarbeitet werden, wobei die Einführung des Ganztagsbetriebs ja auch vom Land gefördert werde.
Angesichts der in den Schulen vorhandenen Vorbehalte - die Politik hat deren keine - betont Harald Zillikens jedoch, dass es „keine zwangsweise Einführung des Ganztags“ geben wird. In der zu führenden Diskussion müsse sich das konkrete Modell herauskristallisieren, wobei sowohl der offene als auch der gebundene, sprich: verpflichtende, Ganztagsbetrieb möglich seien.
„Wir erweitern ja nicht das Gewerbegebiet Jüchen-Ost, weil wir Angst davor hätten, dass sich dort Gewerbetreibende ansiedeln“, erklärt der CDU-Bürgermeisterkandidat. Die „Gleichung: Polo gleich Motorrad gleich Straße sperren, ergibt sich nicht zwangsläufig so“, meint der Hochneukircher.
Auch zur politischen Konkurrenz äußerte sich Zillikens: „So lange die Prämisse da ist, dass der Heimatverein dort sein Schützenfest feiert, können Sie den Adenauerplatz nicht umgestalten“, erklärt der Christdemokrat zu Überlegungen der SPD. „Wir sind nicht der Meinung, dass wir den Kirmesplatz in Hochneukirch kaputt machen müssen, weil sich einige SPD-Mitglieder als Anwohner womöglich vom Lärm gestört fühlen“, formuliert es Dr. Christoph Schmitz schärfer. Was eine mögliche Bürgerbeteiligung angehe, verweist Karl-Heinz Mohren auf das bei der Umsiedlung von Garzweiler entwickelte Modell.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.