Jüchen (NGZ). Die Sebastianus-Bruderschaft Garzweiler feiert ihr 560-jähriges Bestehen: Freitag Abend wurde mit Andreas Robert und Ulrike Vennen das neue Schützenkönigspaar gekrönt. Für die beiden hat damit ein ereignisreiches Jahr begonnen.
Die beiden Regenten freuen sich auf diese Zeit – auch wenn die neue Aufgabe ihnen weniger Zeit für ihre Hobbys lässt. Dazu gehören in erster Linie das Schützenwesen und der Schießsport. Andreas Robert ist seit 1985 im Zug der "Waffenschützen" aktiv, darüber hinaus hat er im vergangenen Jahr den Posten des Schießmeisters der Bruderschaft übernommen. Auch das Winterbrauchtum pflegt der Schützenkönig, er gehört dem Elferrat an.
Das Herz von Andreas Robert schlägt aber auch kräftig für die Klassiker der Automobilgeschichte. Seine Leidenschaft pflegt der gelernte Kfz-Mechaniker beim Restaurieren von Oldtimern und dem Besuch von Oldtimertreffen – außerdem sammelt er leidenschaftlich Modellautos. Einer seiner Lieblinge, ein schnittiger Opel GT aus dem Jahr 1973, wurde für das Schützenfest bereits fahrbereit gemacht und strahlend poliert.
Samstag, 8. Mai
12 Uhr: Einschießen der Kirmes durch die Artillerie.
17.30 Uhr: Festzug mit Parade, Gefallenenehrung mit Großem Zapfenstreich.
19.30 Uhr: Tanz im Festzelt.
Sonntag, 9. Mai
8.30 Uhr: Antreten in der Kirche zur sakramentalen Prozession.
9 Uhr: Festhochamt.
11 Uhr: Frühschoppen.
16 Uhr: Festzug mit Parade
20 Uhr: Ball der Zugkönige bei freiem Eintritt im Festzelt.
Montag, 10. Mai
11 Uhr: Traditionelle Historische Sitzung im Festzelt.
18 Uhr: Klompenzug.
19 Uhr: Klompenball mit Prämierung im Festzelt.
Auch Königin Ulrike Vennen genießt die Ausfahrten in dem knallroten Flitzer, der "aber längst nicht mehr so schnell ist, wie er aussieht". Neben den Fahrten mit ihrem Liebsten pflegt die Garzweiler Schützenregentin eher ruhigere Hobbys wie Lesen und Nähen, aber auch Kegeln und Spielen.
Zwanzig Züge sind in der Bruderschaft vereint und pflegen die Tradition ihres Heimatorts. Nach der Umsiedlung 1989 hat das Dorf eine weitere Veränderung erfahren: "Unsere Pfarre St. Pankratius verlor ihre Selbstständigkeit", erinnert Brudermeister Dieter Königs an diesen Einschnitt im Januar 2010. Die ersten Schritte zum Zusammenwachsen mit der Pfarre St. Jakobus in Jüchen seien gemacht worden und man freue sich auch, nach drei Jahren Vakanz in Regionaldekan Ulrich Clancett wieder einen Präses gefunden zu haben.
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