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Jüchen: Größter Sportverein der Gemeinde

zuletzt aktualisiert: 25.06.2008 - 21:30

Jüchen (NGZ). Jüchen (S.M.) Die „Geburt“ verlief reibungslos: 34 Mitglieder der SG Rot-Weiß Gierath und der DJK Neuenhoven riefen jetzt bei der Gründungsversammlung in der Gierather Gaststätte Engemann den größten Sportverein der Gemeinde Jüchen ins Leben. Gut 1000 Mitglieder hat der Verein, wobei die bisherige SG Rot-Weiß als auch die DJK Neuenhoven jeweils gut die Hälfte hierzu beisteuern.

„Jeder Verein hängt natürlich an seiner Vergangenheit, doch ist es uns gelungen, das Kirchturmdenken zugunsten einer regelrechten Sportbewegung aufzugeben“, sagt Heinz Kiefer, der Vorsitzende der alten wie der jetzt neu gegründeten SG Rot-Weiß. „Vor einigen Jahren wäre es noch undenkbar gewesen“, ist Kiefer überzeugt.

Umso bemerkenswerter ist der Innovationsdrang in seinen Augen, weil der bisherige Verein erst 2005 aus dem damaligen Tischtennisclub Gierath und dem Turnverein Bedburdyck hervor ging. Was Kiefer natürlich besonders freut: Die Mitglieder stehen offensichtlich geschlossen hinter dem Fusionskurs.

Bei der - von Dr. Christian Hartmann notariell „überwachten“ Gründungsversammlung - wurden alle anstehenden Entscheidungen einstimmig gefasst. Dies gilt insbesondere natürlich für die neue Vereinsführung, wobei hier nach Lage der Dinge manches beim Alten bleibt: Vorsitzender der „neuen“ SG Rot-Weiß Gierath ist Heinz Kiefer.

Sandra Koglin, bisher Chefin der DJk Neuenhoven, ist ebenso Stellvertreterin Kiefers wie Karin Hammel, die diese Funktion bisher bei der SG Rot-Weiß wahrgenommen hat. Zur Sportwartin wählten die Mitglieder Monika Weiler und um die Finanzen des mitgliederstärksten Jüchener Sportvereins kümmert sich Dieter Verhees.

Sportpolitisch hat sich der neue Großverein nach den Worten Heinz Kiefers die Verbesserung der seit Jahrzehnten notorisch schlechten Sporthallensituation im Bereich Bedburdyck/Gierath auf seine Fahnen geschrieben, aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht versprechen sich die Sportler positive Effekte aus der Fusion.

Die ist übrigens geradezu in Rekordgeschwindigkeit vonstatten gegangen: Bei einer Weihnachtsfeier 2007 gab es ein erstes, noch unverbindliches, Gespräch zwischen Heinz Kiefer und Sandra Koglin, ab März forcierten beide Vereinsführungen dann die Verschmelzung.

Für den Sportbetrieb genutzt werden von der SG Rot-Weiß Gierath neben dem Bürgerhaus Bedburdyck die Hallen in Stessen und Gierath sowie die Zweifach- beziehungsweise Dreifachhalle in Jüchen.

Was die Beiträge, Übungsstunden und anderes angeht, soll im laufenden Jahr für die Mitglieder übrigens alles beim Alten bleiben, wie Heinz Kiefer sagt. Er und seine Vorstandskollegen wollen sich indes Gedanken darüber machen, welche Sportangebote ab dem kommenden Jahr womöglich zusammengefasst werden können.

Allzu viel ändern wird sich für die Basis dabei nicht: Schon in der Vergangenheit jedenfalls ist es nicht selten vorgekommen, dass Kinder sich bei der DJK Neuenhoven wähnten, während sie de facto bei der SG Rot-Weiß Sport trieben und umgekehrt.

„Gefremdelt“ wurden jedenfalls auch in der Vergangenheit nicht, so dass der Fusionsprozeß ähnlich harmonisch laufen wird, wie der vor drei Jahren als der Tischtennisclub und der Turnverein ohne störende „Nebengeräusche“ zu einer Sportgemeinschaft verschmolzen sind.

Quelle: NGZ


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