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Jüchen: Holzköpp-Chef beendet Zusammenarbeit

VON SABINE WOTZLAW - zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 - 21:35

Jüchen (NGZ). Karnevals-Knatsch: Die Ungereimtheiten rund um das angekündigte amerikanische Fernseh-Team in Holz haben ein Nachspiel.

Nachdem das Fernsehteam, das angeblich die Karnevalssitzung der KG Holzköpp am Samstag in Holz filmen sollte, nicht erschienen ist, hat Frank Coumans, Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft, seine Zusammenarbeit mit Veranstaltungsmanager Joe Merkens aus Köln beendet.

"Am Wochenende ist einiges vorgefallen", erzählt Coumans. "Ich hatte von Joe Merkens die Information, dass das Team mit drei Handkameras spätestens um 17 Uhr im Holzer Festzelt sein soll", so Coumans. Doch von den Kameraleuten habe jede Spur gefehlt.

Schon 2007 hatten die Holzköpp für Aufsehen gesorgt: Damals soll eine Sitzung der Karnevalsgesellschaft ins chinesische Staatsfernsehen übertragen worden sein. Der Kontakt zu den Chinesen kam damals durch Joe Merkens zustande.

Coumans habe am Samstag vergeblich versucht, Merkens ans Telefon zu bekommen. Erst eine halbe Stunde vor der Sitzung sei der Veranstaltungsmanager ran gegangen. "Die brauchen noch zwei Stunden. Das Team ist in der Nähe von Koblenz", habe Merkens gesagt.

Ein weiterer Grund für die Beendigung der Zusammenarbeit sei der Ablauf der Karnevalssitzung in Dülken am Samstag gewesen: "Es hat riesige Probleme gegeben. Ein einziges Chaos", so Coumans.

Der Holzköpp-Präsident, der eine Künstleragentur namens "Hoho" betreibt, stellt klar: "Merkens hat lediglich in meinem Auftrag den Ablauf der Dülkener Karnevalssitzung organisiert. Wir waren nie Geschäftspartner. Die Künstleragentur betreibe ich ganz alleine."

Der Veranstaltungsmanager Merkens hatte nach eigenen Aussagen in Verbindung mit dem amerikanischen Fernsehsender CBS gestanden, der angeblich die Sitzung der Holzer Karnevalsgesellschaft Holzköpp filmen wollte. Dessen Team soll laut Merkens durch einen Autounfall bei Bergheim aufgehalten worden sein. Der Sender CBS hatte allerdings gegenüber unserer Zeitung dementiert, überhaupt ein Fernsehteam nach Jüchen geschickt zu haben.

CBS hatte nie vor zu drehen

Merkens reagierte überrascht darüber, dass CBS nie vorhatte, in Jüchen zu drehen. Er verstehe das nicht, in Dülken solle wie vereinbart gedreht worden sein. Er sei getäuscht worden. Eins sei sicher, so Coumans: "Merkens wird nie wieder das Holzer Zelt betreten."

Quelle: NGZ


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