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Jüchen: Im Programm steckt viel Cantz

VON DANIELA BUSCHKAMP - zuletzt aktualisiert: 16.09.2010

Jüchen (NGZ). Interview Guido Cantz (38), Moderator von "Verstehen Sie Spaß", hat nach dem Kölner Karneval das Kabarett entdeckt. Warum er gern auftritt und was sein Sohn damit zu tun hat, verrät er vor dem Auftritt in Jüchen.

Kabarettist und "Verstehen Sie Spaß?"-Moderator Guido Cantz stellt am Sonntag in Jüchen die Kinder-Frage.  Foto:  Stephan Pick/Pool Position Management
Kabarettist und "Verstehen Sie Spaß?"-Moderator Guido Cantz stellt am Sonntag in Jüchen die Kinder-Frage. Foto: Stephan Pick/Pool Position Management

Guido Cantz ist als TV-Moderator bekannt. Am Sonntag steht er in der Peter-Giesen-Halle auf der Bühne. Ein Gespräch über Kabarett, Kleinkinder und Handykameras.

Herr Cantz, seit April moderieren Sie, in der Nachfolge von Kurt Felix und Harald Schmidt – mit "Verstehen Sie Spaß?" eine der großen Samstagsabend-Shows. Außerdem touren Sie mit "Ich will ein Kind von Dir" durch Deutschland. Diese Ochsentour durch die Säle müssten Sie sich ja eigentlich nicht mehr geben – warum tun Sie es?

Guido Cantz Das sehe ich anders. Nämlich so wie Jürgen von der Lippe, der mal gesagt hat: "Ich habe neben Tournee immer Fernsehen gemacht." Ein kluger Satz, denn das Fernsehen ist schnelllebiger als das Tourneegeschäft. Durch Auftritte wächst ein Fan- und Freundeskreis, auf der Bühne kann man über Jahre arbeiten.

Info

Karten zu gewinnen!

Was? Drei Mal je zwei Karten für "Ich will ein Kind von Dir" am Sonntag, 19. September, 20 Uhr, in der Peter-Giesen-Halle.

Wie? Wer unter Tel. 0137 9 37 01 48 (50 Cent/Anruf aus dem deutschen. Festnetz, ggf. abweichende Preise bei Mobilfunk) heute bis 24 Uhr anruft, kann gewinnen. Oder senden Sie eine SMS – Kennwort "ngz1", Leerzeichen, Ihrem Namen, Adresse, Geburtsdatum – an 1111 (ohne Vorwahl, 50 Cent/SMS)!

Neben Karnevalsauftritten und TV (etwa "Deal or no deal") auch die Kabarettbühne: Wie kamen Sie dazu?

Cantz Mit einem eigenen Soloprogramm aufzutreten - das habe ich vor vier Jahren zum ersten Mal gemacht. Zuvor war ich immer mit anderen Dingen beschäftigt; die Notwendigkeit eines Soloprogrammes war mir nicht klar. Damals war es eine Idee meiner Agentin. Sie hatte bereits Termine für mich gebucht; was noch fehlte, war ein Programm. Und im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich erst so spät damit angefangen habe. Auf der Bühne kann ich mich auch mal ans Klavier setzen, ein paar Liedchen singen und einiges zeigen, das die Leute von mir noch nicht kennen. Was mich interessiert, ist die Vielseitigkeit.

Wie viel "Guido Cantz" steckt in Ihrem Programm'?

Cantz Eine ganze Menge, denn ich bin vor zehn Wochen selbst Papa geworden. Einige Themen, wie etwa die längere Suche nach dem richtigen Vornamen, haben meine Frau und ich selber erlebt.

Und wie sind Sie fündig geworden?

Cantz Mein Bruder hat uns ein Vornamen-Buch geschenkt, das wir durchforstet haben. Meine Frau und ich wollten keinen internationalen Namen, zu ,Cantz' passt ein kurzer Vorname gut. Irgendwann blieb ,Paul' übrig.

Woher nehmen Sie Ihre Ideen?

Cantz Die beste Quelle ist das Leben selbst. Manchmal unterhält man sich im Freundes- oder Bekanntenkreis und schon hat man eine Idee. Als Patenonkel war ich auf die Erlebnisse von Eltern angewiesen – auch wenn ich niemanden vor den Karren spannen würde. Aber folgende Anekdote kann man direkt übernehmen: Ein Freund fragte ein Paar nach dem Namen seines Babys. Auf die Antwort "Kevin", brach er in schallendes Gelächter aus und fragte nach: "Jaja, ist klar, aber jetzt mal wirklich?" – Nach der Antwort "Er heißt wirklich Kevin", war die Atmosphäre natürlich erstmal etwas angespannt ...

Können Sie eigentlich am Samstag noch ungestört einkaufen gehen?

Cantz In Porz, wo ich geboren bin, schon. Da kennt man mich. Wenn ich mit meiner Frau oder Freunden durch die Kölner City bummel, dann ist das etwas anderes. Heute hat ja jeder eine Handykamera, was zu Beginn meiner TV-Arbeit noch anders war. Was mich aber besonders gefreut hat: die vielen Glückwünsche zum Nachwuchs. Für meine Begleiter ist es sicher anstrengender, mit mir unterwegs zu sein. Ich sehe Popularität als Teil meines Berufs.

Quelle: NGZ


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