Jüchen (NGZ). Jüchen In der Nachbarstadt Grevenbroich geht den Wirtschaftsbetrieben das Salz aus – in vielen anderen Kommunen sieht es ähnlich aus. Autobahnmeistereien müssen ihre letzten Vorräte rationieren, die Autobahn 44 war streckenweise – unter anderem auch mangels Streugut – gesperrt.
Jüchen scheint in dieser Hinsicht eine Insel der Seligen zu sein, im Rathaus herrscht Gelassenheit. "Wir haben noch genügend Salz", erklärt Dezernent Oswald Duda, "Wir hatten im Dezember gerade noch zur rechten Zeit bestellt – nur eine Woche später wären wir wohl wie viele andere im Bestell-Stau gelandet", sagt Duda, der sich gestern am Bauhof nach dem Stand der Salzvorräte erkundigte – und Beruhigendes erfuhr. "In der vergangenen Woche ist ein Lastwagenzug mit 25 Tonnen eingetroffen. Für diese Woche ist uns eine weitere Lieferung angekündigt. In unserem Salzlager liegen dann rund 50 Tonnen. Wir denken, dass wir damit über den Winter kommen", schildert Oswald Duda.
Drei bis vier Tonnen benötigt der Winterdienst, um mit zwei großen Streuwagen und einem Kleintraktor rund 50 Kilometer Straßen von Schnee und Eis befreien. "Die Hauptstraßen, für die wir zuständig sind, sind frei. Ich beobachte aber auch, dass die Bürger ihrer Streupflicht nachkommen."
Klar ist aber auch, dass der strenge Winter ganz schön den Gemeindeetat 2010 belasten wird. Duda nennt erste Zahlen:"In früheren Jahren kamen wir mit 2000 bis 3000, im vergangenen Winter mit 5000 Euro fürs Streusalz aus. In diesem Jahr wird es uns rund 15 000 Euro kosten. Wir mussten 10 000 Euro im Haushalt nachmelden." Auch der Personalaufwand sei durch die vielen Einsätze gestiegen, zeitweise waren zehn Mitarbeiter im Winterdienst. Die Mehrkosten dafür sind noch nicht beziffert worden.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.