Jüchen (NGZO). Jennifer Glindemann aus Jüchen hat mit die "Kinderhilfe in Kambodscha" ins Leben gerufen. Der Verein unterstützt 17 Jungen und Mädchen in dem armen Land. Ohne die Hilfe müssten viele Kinder auf der Straße leben.
Das Benefizkonzert
Neben den "Sunday Minds" und den "Freeze Dried Rockers" aus Jüchen bringt "Fandango" aus Mönchengladbach das "redhot" am Samstag, 27. Februar, mit "ehrlicher Rockmusik" zum Kochen. Für Party-Stimmung und Tanzmusik sorgt "DJ Fischkopp" aus Hamburg mit Country, House und Ska. Tickets gibt's zum Preis von 13,20 Euro im "redhot".
Nita (7) und Srey Lea (6) müssen manchmal zwischen Bambussträuchern, Reispflanzen und Palmen mit dem Boot zur Schule schippern, denn wenn in Phnom Penh in Kambodscha Überschwemmungt herrscht, steht das matschbraune Wasser meterhoch vor der hölzernen Eingangstüre. Aber das, weswegen deutsche Schulkinder murren würden, nimmt man in Südostasien gerne in Kauf: "Rechnen, Schreiben und Englisch lernen ist die einzige Chance, vom Leben auf der Straße wegzukommen, nicht mehr betteln zu müssen und die Aussicht auf eine gute Zukunft zu haben", erzählt Jennifer Glindemann (36) aus Jüchen.
Die Unternehmensberaterin hatte im November 2008 von einem ehemaligen Studienkollegen – André Struve, der in Kambodscha lebt – vom Projekt "Save Poor Children in Asia Organisation" (S.C.A.O.) gehört. Mit einem weiteren gemeinsamen Kommilitonen, Robert Engels, beschlossen sie, das interessante Projekt mit Hilfe eines Vereins zu unterstützen: Sie gründeten die "Kinderhilfe in Kambodscha", die inzwischen für den Lebensunterhalt sowie die medizinische Versorgung von 17 Kindern sorgt und für die Kosten der öffentlichen Schule aufkommt.
"Betreut werden die Kinder in einem familienähnlichen Verhältnis durch das Ehepaar Samith. Die beiden organisieren den Alltag vor Ort und schenken den Kindern Liebe und Zuwendung – das, was sie am meisten brauchen", erklärt Glindeman, die erste Vorsitzende des Vereins ist. Gründungsmitglied Robert Engels war bereits zwei Mal vor Ort: "Man sieht unendlich großes Leid: Menschen mit abgetrennten Gliedmaßen – Verursacher sind Landminen –, Kinder, die sich zur Prostitution anbieten, und Familien die als ,Fliegende Händler' 24 Stunden an der gleichen Straßenecke leben", so der Rechtsanwalt.
Um den verängstigten Kindern neue Perspektiven zu geben, gibt's nun ein Benefizkonzert: "Jüchen rockt für Kinder in Kambodscha!" heißt die Rocknacht am 27. Februar im "redhot" von Polo. Dort heizen vier Bands aus Jüchen und Mönchengladbach dem Publikum ein. "Ich bin glücklich und stolz, dass sich Bands, Technikfirma und Polo bereit erklärt haben, kostenlos zu arbeiten", erzählt Organisatorin Glindemann, "so können die Einnahmen aus dem Kartenverkauf zu 100 Prozent den Kindern zu Gute kommen."
André Struve begleitet die Entwicklung der Organisation vor Ort – "somit kommt jede Spende unmittelbar an". Mit dem Konzert-Erlös soll die Erweiterung des Kinderhauses finanziert werden, "damit mehr Kinder eine furchtlose und sichere Kindheit verbringen können."
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.