Jüchen (NGZ). Geld aus dem Konjunkturpaket II wird in Jüchener Schulen und Sportstätten investiert. Für die Gemeinde ein doppelter Vorteil: Fällige Sanierungen werden begonnen, durch geringeren Energieberauch wird langfristig gespart.
Jüchen Rund 2,28 Millionen Euro fließen aus dem Konjunkturprogramm II in die Gemeinde Jüchen – Geld, das hauptsächlich für Sanierungen in Schulgebäuden oder Sportstätten sowie für den Bau der neuen Dreifachhalle verwendet wird. Wie wichtig diese Mittel sind, erläutert Technischer Beigeordneter Oswald Duda: "Ohne das Konjunkturprogramm hätten wir Projekte nur schrittweise oder überhaupt nicht realisieren können."
Rund 970 000 Euro werden nach einer Prioritätenliste des Gemeinderates für den Bereich Sport (Hallenbad Jüchen, Dreifachhalle Gierath) und sonstige Infrastruktur verwendet. Der überwiegende Teil von rund 1,31 Millionen Euro ist für die Sanierung von Schulgebäuden (In den Weiden, Bachstraße sowie Ganztagshauptschule Hochneukirch) und Kindertageseinrichtungen (Rektor-Thoma-Straße und Weststraße) vorgesehen. Einzelne Arbeiten – wie die Modernisierung der Fenster in der Kita Weststraße – sind bereits ausgeführt; die meisten Projekte stehen aber noch vor dem Baustart. Dabei werden der Bau der Sporthalle und die Sanierung des Hallenbads die größten Auswirkungen auf die Jüchener haben: Wegen des Umbaus muss das Bad an der Stadionstraße geschlossen werden; noch ist fraglich, in welchem Umfang Schulschwimmen angeboten werden kann. Auch der "TV Jüchen fürchtet bei sehr langer Schließung um seine Existenz", sagt Ralf Segschneider, Leiter der Abteilung Schwimmen.
Aufträge vergeben
Bis 22. März 2010 sollen die Aufträge für die Sanierung der Grundschulen In den Weiden und Bachstraße sowie der Ganztagshauptschule Hochneukirch ebenso vergeben sein wie der Auftrag für Sanierung und Wärmedämmung im Gebäude des künftigen Familienzentrums an der Rektor-Thoma-Straße.
Bei allen Modernisierungen steht der energetische Aspekt im Vordergrund: Mit Fassadendämmungen, neuen Fenstern oder modernen Heizungen können die Energiekosten gesenkt werden. "Laut Schätzung externer Fachleute spart die Gemeinde rund 10 000 Euro jährlich", sagt Oswald Duda.
Wann die einzelnen Projekte begonnen werden, darüber muss die Politik noch entscheiden. Beim Hallenbad – mit mehr als 900 000 Euro Investitionsvolumen die größte Maßnahme wird der vom Rat eingesetzte Arbeitskreis (AK) in seiner nächsten Sitzung den genauen Terminplan festlegen. Einzige Vorgabe: Bis Ende 2010 soll die Modernisierung beendet sein.
Fit gemacht wird auch das Hauptschulgebäude an der Mühlenstraße (rund 530 000 Euro); dort wird das Dach erneuert, Fenster und Treppenhaus modernisiert sowie die Fassade gedämmt. "Wir versuchen, einen Teil der Arbeiten in die Ferien zu legen", kündigt Duda an – ebenso wie die energetische Sanierung der Grundschule in den Weiden (rund 240 000 Euro): Hier sind neue Heizungen und Wärmedämmung vorgesehen.
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