Jugendliche politisch interessiert (NGZ). SPD schlägt Einrichtung eines Jugendrates vor / Verwaltung soll Konzept zur Beteiligung von Jugendlichen erarbeiten
Jüchen Das war eher ungewöhnlich: In den Zuschauerreihen während der Ratssitzung am Donnerstag Abend saß auch eine ganze Reihe Jugendlicher - und ihre Altersgruppe betraf auch ein Tagesordnungspunkt: Die SPD schlug die Einrichtung eines Jugendrates vor. Der Rat einigte sich auf eine ergebnisoffenere Lösung: Die Verwaltung soll ein Konzept zur Einbindung Jugendlicher in der Kommunalpolitik erstellen.
„Viele Jugendliche sagen, dass sie gern einen Jugendrat oder ein Jugendparlament hätten. Wir möchten über ein solches Gremium unsere Interessen an den Rat herantragen“, erklärt Marius Bude aus Otzenrath am Rande der Sitzung. Der 17-Jährige ist Schüler des Gymnasiums Jüchen. Die Jugendorganisationen der Parteien scheinen nicht für jeden eine Alternative zu sein, sich politisch zu betätigen: „Viele wollen sich noch nicht an eine Partei binden, suchen noch ihre politische Richtung“, sagt Simon Kell (17) aus Hochneukirch.
Ein Ziel des Jugendrates soll es sein, „Kinder und Jugendliche zu Wort kommen zu lassen und sie in die Zukunftsfragen des Gemeinwesens mit einzubeziehen“, argumentierte SPD-Fraktionschef Dr. Holger Tesmann im Antrag. Jugendliche sollten Politik nicht als „undurchsichtiges Geschäft“, sondern als „Partizipationsmöglichkeit“ erfahren. Die SPD nannte bereits zahlreiche Eckpunkte als Vorschläge für einen Satzungsentwurf.
Einhellig war im Rat die Zustimmung für eine Einbindung junger Menschen in die Kommunalpolitik - doch den Weg dahin stellen sich die Politiker unterschiedlich vor. „Wir sollten nicht gleich über eine Satzung nachdenken, sondern erst über ein Konzept, wie wir die gute Idee mit Leben füllen können“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Esser. Thomas Dederichs von den Grünen sprach sich für einen offeneren Auftrag an die Verwaltung aus. So kam es - die Jugendlichen erlebten einen einstimmigen Beschluss.
Den gesamten Bericht lesen Sie in der Ausgabe der NGZ vom Freitag, 26. Juni.
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