Jüchen (NGZ). Jüchen Heinz Kiefer steht auch in den kommenden beiden Jahren an der Spitze des Gemeindesportverbands (GSV). In der Gaststätte Engemann bestätigten die 38 Delegierten aus den Jüchener Sportvereinen Kiefer einstimmig in seinem Amt - womit er der dienstälteste Vorsitzende in der mittlerweile 33 Jahre währenden Geschichte des Gemeindesportverbands ist.
Zu den ersten Gratulanten gehörte sein Vorgänger Horst Schröder, der heutige Ehrenvorsitzende. Er erinnerte noch einmal daran, wie er im Jahr 2000 den damals zögerlichen Heinz Kiefer hatte überreden müssen, das Amt zu übernehmen. Dass Kiefer längst Spaß daran gefunden hat, demonstrierte er jetzt unter anderem in seinem Rechenschaftsbericht, in dem er als bekennender „Lobbyist“ des Sports natürlich auch kämpferische Töne von sich ließ.
In der von Kiefer schon vor einigen Jahren ausgerufenen „Sportgemeinde“ waren zum Jahresende 6594 Jüchener Mitglied in einem Sportverein - der Organisationsgrad von 29,3 Prozent ist der Höchststand seit der Verbandsgründung in 1975.
In der „größten Bürgerbewegung in der Gemeinde“ seien „fast die Hälfte aller Mitglieder Jugendliche“, so Kiefer. Außer Frage steht für ihn angesichts der „besonderen Bedeutung des Sports im sozialen und erzieherischen Bereich“, dass er von der Politik nicht als freiwillige Aufgabe, sondern „als soziale Pflichtaufgabe“ angesehen werden sollte.
Zu einem „Riesenerfolg“ ist Kiefer zufolge 2007 erneut der Aktionstag „Jüchen bewegt sich“ geworden, der in diesem Jahr „zum Familienevent für ganz Jüchen“ ausgebaut werden soll. Zur „sensationellen Entwicklung“ des Jüchener Sports gehört nach den Worten des Vorsitzenden auch der Erfolg bei der 2007 von der Raiffeisenbank initiierten Aktion „Sterne des Sports“, bei der der Hauptpreis an den JTTC Hochneukirch ging.
Kiefer erneuerte seine im November 2007 im Sportausschuss geübte Kritik, wonach es an einem Sanierungskonzept für die Sportstätten fehle, das erst die Grundlage für den seit Jahr und Tag diskutierten, indes bis heute nicht aufgelegten Sportstättenentwicklungsplan sein könne. Der Gemeinde warf er erneut vor, Sanierungsbedarfe nicht zu ermitteln, sondern „Flickschusterei“ zu betreiben. „Wer den Sport hoch ansiedelt, muss Investitionen vornehmen“, betonte Kiefer, der sich auch den Parteien widmete. „Die SPD sieht immer nur die Kosten und die FWG zähle ich zu den Verhinderern.“ Eindeutig für den Sport trete im Rat lediglich die CDU ein, wobei Kiefer indes die Differenzierung nicht vergaß, dass dies erst seit dem vor etwas über einem Jahr erfolgten Wechsel von Michael Paschke zu Norbert Esser der Fall sei.
„Etwas zu pessimistisch“ schienen Horst Schröder manche Töne von Heinz Kiefer. „Wir haben alles geschafft, was wir wollten“, erklärte der Ehrenvorsitzende, dem zufolge mit Blick auf die nächste Wahlperiode auch „die Köpfe vorbereitet“ seien „für die Halle in Gierath, die wir schon gestrichen hatten.“
Heinz Kiefers Stellvertreter und zugleich GSV-Geschäftsführer bleibt der einstimmig wiedergewählte Ralf Kriesemer. In ihren Ämtern bestätigt wurden auch Kassierer Dieter Verhees, Pressereferentin Corinna Philipp-Weinelt, Sandra Kohlin als Frauenwartin sowie Sportwart Harald Zillikens. Komplettiert wird die Führungsriege durch Jugendwart Ral Segschneider und die Beisitzer Christoph Sommer und Jürgen Kehl.
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