Jüchen (NGZ). Jüchen Das Programm des Stipendiatenkonzertes im Historischen Festsaal von Schloss Dyck musste kurzfristig geändert werden. Die angekündigten Holzbläser, das „Trio Tarlo“, konnte nicht anreisen, da ein Mitglied einen Vertrag beim WDR-Sinfonieorchester bekommen hatte.
Stattdessen wählte man das „Morgenstern Trio“, eine schon mit mehreren Preisen dekorierte Klavier-Violine-Violoncello-Formation, die in der nächsten Woche beim hochkarätigen Münchener ARD-Wettbewerb antreten wird.
Das Duo Kai Wangler (Schlagzeug) und Johannes Schulin (Akkordeon) bestritt mit drei modernen Kompositionen den überwiegenden Teil des Programms.
Leider gab der Schlagzeuger erst nach der Pause einige Erklärungen zu den Werken, so dass die Zuhörer völlig unvorbereitet mit dem 2006 entstandenen „Sayaka“ von Georg Friedrich Haas und dem „Katalog der Bewegungen“ (Uraufführung) von Christian Billian konfrontiert wurden.
„Metalwork“ von Magnus Lindberg war dank der Vorrede besser zu verfolgen. Der Komponist, von schwerer Krankheit genesen, verstand sein emotionsgeladenes Klanggemälde als Aufbruch in ein besseres Leben.
Wangler und Schulin bestachen durch hohen technischen Standard, gepaart mit Einfühlsamkeit und dem unbedingten Willen, die Fremdartigkeit der ungewohnten Klänge den Zuhörern nahe zu bringen.
Mustergültiges Zusammenspiel
Diese dankten mit anerkennendem Applaus, waren aber froh über das anschließende Trio für Klavier, Violine und Violoncello B-Dur op.99 von Franz Schubert als Kontrapunkt.
Die Pianistin Catherine Klipfel, die Geigerin Nina Reddig und Emanuel Wehse (Violoncello) zeigten - neben der Brillanz ihrer Instrumentenbeherrschung und mustergültigem Zusammenspiel - beachtliche interpretatorische Reife.
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