Jüchen (NGZ). Jüchen Noch im vergangenen Jahr war eine Ortsumgehung Jüchens eines der am intensivsten diskutierten Themen in einer mehrstündigen Sitzung des Planungs- und Verkehrsauschusses. Diesmal ging es kurz und bündig zu: Bei Straßen NRW, der für einen solchen Bau verantwortlichen Behörde, bestehe "keine Bereitschaft" für eine solche Umgehung, informierte Bürgermeister Harald Zillikens das Gremium – das offensichtlich nicht überrascht war und die Nachricht kommentarlos zur Kenntnis nahm.
Die Begründung der Behörde: Das Gros des Verkehrs in Jüchen sei so genannter Ziel- und Quellverkehr, der innerhalb des Ortes selbst entstehe. Mehr Gesprächsbedarf gab es mit Blick auf die Stellungnahme, die die Gemeinde zur Umweltverträglichkeitsprüfung für die neue Trasse der Landstraße 19 abgeben soll. Hier läuft es für Jüchen offenbar recht gut, denn die unter Umweltaspekten favorisierte Streckenführung ist auch die, die das Gemeindegebiet am meisten entlastet. Die Prognosen schwanken hier zwischen 10 000 und 12 000 Fahrzeugen weniger – täglich.
Dies gilt insbesondere für die L 31 zwischen Jüchen, Kelzenberg, Wey und Waat. Allerdings will die Gemeinde im weiteren Verlauf des Verfahrens weitere Umweltaspekte geltend machen, denen aus ihrer Sicht bislang nicht genügend Rechnung getragen worden sei. Laut Michael Paschke (CDU) gilt es "einen Weg so zu finden, dass er zweckmäßig ist. Es ist nicht einzusehen, dass alles durch Jüchens freie Flur gehen soll."
Paschke zufolge sollte die Strecke "so nah wie möglich an Mönchengladbach vorbei" führen. Die im Prinzip auch von der Gemeinde befürwortete Trassenführung sieht ein östliches Verschwenken um den Mönchengladbacher Stadtteil Ruckes vor. Die L 19n soll demnach den Siedlungsbereich zwischen Giesenkirchen und Schelsen durchqueren und in einem nördlichen Bogen um Waat herumführen. Danach würden nach dem bisherigen Stand der Dinge die landwirtschaftlichen Flächen zwischen Sasserath und Kamphausen durchquert, bevor die L 19n an den Knotenpunkt der Autobahn 44 und der Bundesstraße 59 anschlösse.
Der Verkehrsausschuss sprach sich grundsätzlich für diese Variante aus. Zugleich befürworteten die Politiker einen Zusatzantrag der FDP, die eine modifizierte Streckenführung vorschlägt, falls die favorisierte Trassenführung doch nicht umgesetzt werden sollte.
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