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Jüchen: Metalldieb mit unglaubwürdiger Ausrede

zuletzt aktualisiert: 19.02.2010 - 16:19

Jüchen (NGZO). Er sei als Jockey auf Jobsuche in den Niederlanden gewesen und bei einer Spritztour nach Deutschland verprügelt und ausgeraubt worden. Diese Geschichte tischte ein 18-jähriger Ire Polizisten auf, die ihn als Anhalter auf der Autobahn entdeckt hatten.

Um kurz nach Mitternacht überprüften die Beamten der Autobahnpolizei den Mann am Freitag, den sie auf der A 46 im Bereich des Kreuzes Holz angetroffen hatten. Der 18-Jährige gab an, dass er in den Niederlanden auf der Suche nach einem Job als Jockey sei. Im Rahmen einer Spritztour sei er am Abend mit seinem Auto über die Grenze nach Deutschland gefahren und an einer Ampel  von zwei männlichen Personen überfallen worden.

Das unbekannte Duo habe ihn aus dem Wagen gezogen, geschlagen und sei dann mit dem Fahrzeug geflohen. Allerdings konnte der Mann keinerlei Angaben zum Tatort oder zu den Tätern machen.

Diese abenteuerliche Geschichten kauften die Beamten dem Mann nicht ab. Außerdem trug er lehmbeschmierte Bekleidung und Arbeitsschuhe. Eine Anfrage in den Niederlanden ergab, dass der 18-Jährige dort wegen Metalldiebstahls in Erscheinung getreten war.

Diese Information brachten die Ermittler schließlich mit einem Sachverhalt zusammen, der ebenfalls in der Nacht angezeigt worden war. Im Tagebau Garzweiler hatten bis dahin noch unbekannte Täter an einer Bandstraße armdicke Kabelstränge im Wert von einigen tausend Euro durchtrennt und in zum Abtransport geeignete Stücken von zwei Metern bereit gelegt.

Als die Polizisten den angeblichen Jockey mit dem Tatverdacht des Kabeldiebstahls konfrontierten, entschloss der sich, ein Geständnis abzulegen. Allerdings sei er nicht alleine, sondern mit zwei ihm unbekannten Engländern in der Nacht aus den Niederlanden nach Deutschland gekommen, um den Kabeldiebstahl zu begehen. Dabei seien sie überrascht worden und geflüchtet.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei in dieser Angelegenheit dauern noch an.

Quelle: ots

 
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