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Jüchen: Obstwiese wird weiterleben

zuletzt aktualisiert: 02.01.2009 - 01:00

Jüchen (NGZ). Alt-Otzenrath (S.M.) Vor genau einem Jahr erzielte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) bundesweite Resonanz, indem er von Neujahr an zehn Tage lang seine inmitten des Tagebaus Garzweiler II liegende Obstwiese besetzt hielt. Am 10. Januar 2008 räumte dann die Polizei mit einer Hundertschaft von Beamten die Wiese, auf der ein gutes Dutzend BUND-Aktivisten bis zuletzt ausgeharrt hatte. Mit von der Partie war seinerzeit Landesgeschäftsführer Dirk Jansen, der auch im Abstand von zwölf Monaten keinen Zweifel daran lässt, dass sich die Aktion gelohnt hat: „Widerstand ist wichtig, denn wir können nicht hinnehmen, dass Bergrecht Grundrechte bricht.“

Wenngleich jetzt an der Stelle, an der sich einst die Obstwiese befand, „ein hundert Meter tiefes Loch“ klaffe, habe die Besetzung gezeigt, „dass wir RWE nicht ausgeliefert sind“, so Jansen. Von Beginn an habe der BUND deutlich gemacht, „dass wir das in aller Konsequenz durchkämpfen werden“, verweist er auf die noch immer anhängigen Gerichtsverfahren. Während der zehn Tage währenden Besetzung habe sich der BUND über großen Rückhalt aus der Bevölkerung freuen können, zeitweise haben sich nach Jansens Worten über 100 Menschen auf der Wiese getummelt, auf der die Aktivisten in der Silvesternacht 2007 bei eisiger Kälte ein Zeltlager errichtet hatten. Angesichts von „viel Zuspruch aus der Region haben wir uns nicht als Einzelkämpfer gefühlt“, blickt Jansen zurück.

Juristische Konsequenzen hat es nach der damaligen Räumung - die Besetzer wurden von der Polizei von der Wiese getragen - für keinen der Beteiligten gegeben. Dirk Jansen bedauert allenfalls, dass „mein schönes rotes Expeditionszelt zu Bruch gegangen ist und reif für die Tonne war“. Übrigens hat der BUND seinerzeit auch rechtzeitig Vorsorge dafür getroffen, dass nicht nur die Erinnerung bleibt: „Die Obstwiese wird weiterleben, an anderer Stelle, aber mit dem gleichen genetischen Material“, sagt Dirk Jansen. Ehe die Bäume nämlich dem Bagger zum Opfer fielen, hat der BUND dafür gesorgt, dass „zwei bis drei Dutzend“ Sprösslinge abgeschnitten wurden und nun in einer Baumschule in der näheren Umgebung aufgezogen werden.

Den kompletten Bericht lesen Sie in der Freitagausgabe der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

Quelle: NGZ


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