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Jüchen: Patres bangen um ihre Monstranz

VON DANIELA BUSCHKAMP - zuletzt aktualisiert: 06.09.2010 - 21:29

Jüchen (NGZ). Die Polizei verfolgt die Spur des Diebes, der am Freitagabend, mitten beim Rosenkranzgebet, die goldene Monstranz aus der Kapelle des Nikolausklosters gestohlen hat und mit seiner Beute (im Wert von mehreren tausend Euro) unbehelligt flüchten konnte.

Pater Petith: Erschüttert über Diebstahl.  Foto:  Archiv M. Reuter
Pater Petith: Erschüttert über Diebstahl. Foto: Archiv M. Reuter

"Bis jetzt haben wir keine neuen Hinweise von Zeugen erhalten", so Bernd Schmutzler, Sprecher der Kreispolizeibehörde. Die Polizei will jetzt die Ermittlung intensivieren, indem sie möglichst schnell ein Foto des goldenen, 50 Zentimeter hohen geheiligten Gegenstands veröffentlichen will.

Von dem Räuber fehlt immer noch eine heiße Spur. Die bisherigen Beschreibungen der Zeugen lauten so: ein schmächtiger Mann, etwa 1,70 Meter groß, mit gelblichen gelockten Haaren, möglicherweise eine Perücke. Bekleidet war er mit einem grauen Anzug, schwarzen Schuhen und Handschuhen. Hinweise nimmt die Polizei unter  02131-3000 entgegen.

Im Nikolauskloster zeigte sich Pater Andreas Petith nach dem Raub "erschüttert": "Dass jemand eine solche Tat begeht, vor den Augen so vieler Menschen, ist mir unbegreiflich."

Freitag, 18 Uhr: Eine Gruppe von Gläubigen versammelt sich zum Herz-Jesu-Gebet. "Für sie habe ich die goldene Monstranz aus der Sakristei geholt, darin war eine geweihte Hostie als Allerheiligstes", erklärt Petith.

Er habe die Monstranz in die vorgesehene Stelle im Hochaltar gestellt und sei in den Speisesaal gegangen – doch das Abendessen fiel aus. "Einer der Gläubigen kam in den Saal und rief: ,Die Monstranz wurde gestohlen'", erzählt Petith. Er wollte die Nachricht nicht glauben, sei dann aber mit anderen Patres in die Kapelle geeilt und habe im Haus nach dem Täter gesucht. Doch dieser blieb, ebenso wie der heilige Gegenstand, unauffindbar.

Was Petith vermutet: "Der Dieb musste wissen, dass sich die Monstranz in der Kapelle befindet." Er fragt sich, wie der Mann das rund 50 Zentimeter hohe Objekt unbehelligt aus dem Kloster geschafft habe – vermutlich in einer Tasche, denn niemand habe ihn aufgehalten.

Quelle: NGZ

 
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