Jüchen (NGZ). Ab Montag können Gymnasiasten und Realschüler ihr Mittagessen in der neuen Mensa (Investitionsvolumen: 680 000 Euro) einnehmen. Gestern gab es Spaghetti Bolognese als Probe-Essen für Schüler und geladene Gäste.
"Toll", "Super", "Echt lecker": Alina Wachtmeister, Frederik Held, Patrick Stiewe und Patricha Rogatzki, vier Zehntklässler aus der Realschule Jüchen, vergaben gestern für das erste Mittagessen in der neuen Mensa Spitzennoten. Auch geladene Gäste aus Politik, Verwaltung und Schule testeten gestern Spaghetti Bolognese, Salat und Weintrauben. Bürgermeister Harald Zillikens zeigte sich bei der Eröffnung zufrieden: "Ich bin froh, dass dieses Projekt innerhalb des Kostenrahmens realisiert wurde."
Warum eine neue Mensa für Realschule und Gymnasium? Das Landesschulgesetz schreibt vor, dass zwischen dem Unterricht am Morgen und am Nachmittag eine einstündige Pause liegen muss, dass die Schüler einen Aufenthaltsraum und die Möglichkeit zum Mittagessen haben.
Neue Mensa
Kosten 680 000 Euro, Landeszuschuss aus dem "1000-Schulen-Programm": 200 000 Euro.
Bauzeit elf Monate
Architekten Werkgemeinschaft "Quasten und Berger" aus Grevenbroich, die auch Mensen am Gymnasium Korschenbroich und der Realschule Kleinenbroich realisiert haben.
Gebäude Teilbarer Saal mit 120 Plätzen, Küche und Terrasse
Dies bietet das neue, rund 150 Quadratmeter große Gebäude. Welche Anforderungen zu erfüllen waren, erläutert Heinz Berger, einer der ausführenden Architekten der Grevenbroicher Werkgemeinschaft "Quasten und Berger": "Das Gebäude sollte zwischen Realschule und Gymnasium liegen; seine Architektur sollte eigenständig und unabhängig von der Architektur der beiden Schulen sein." Farbliche Akzente setzte der Architekt in Rot und Orange an der Außenfassade, den Fenstern und dem Boden – Farben, die weder im Gymnasium noch in der Realschule zu finden sind.
120 Schüler sollen auf den hellen Holzstühlen ihr Mittagessen einnehmen; dazu bleibt ihnen rund eine halbe Stunde Zeit. Im Sommer kann zusätzlich eine Terrasse genutzt werden. Da der Speiseraum mit einer flexiblen Wand teilbar ist, kann sich Gerd Acker, Direktor des Gymnasiums, eine "multifunktionale Nutzung" vorstellen.
Maximal 2,95 Euro kostet ein Mittagessen inklusive Dessert, vier verschiedene Gerichte stehen täglich zur Wahl. Noch nicht geklärt ist, wie das Getränke-Angebot aussehen und was es kosten soll. Zurzeit lösen die Kinder und Jugendlichen noch Märkchen. Künftig wird eine Chipkarte zum Bestellen und Bezahlen genutzt. Vorteil: Dann kann am selben Tag noch bestellt werden.
Um die Auswahl des Mönchengladbacher Caterers haben sich die Fördervereine der beiden Schulen gekümmert: "Uns war es wichtig, dass der Caterer auch den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung genügt und dass auch vegetarische Gerichte angeboten werden", sagt Petra Spieß (53), Vorsitzende des Fördervereins Gymnasium. Mit ihm sei zunächst ein Ein-Jahres-Vertrag geschlossen worden.
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