Jüchen (NGZ). Achim Bättgen, Vorsitzer des SV Bedburdyck-Gierath, ist rat- und torlos: Vor vier Wochen haben Diebe zwei metallene Zauntore rund um den Kunstrasenplatz abgebaut. Bislang fehlen der Polizei jede Hinweise auf die Täter.
Gierath/Gubberath Wenn Fußballer torlos sind, kann das mit der Leistung auf dem Platz zu tun haben. Für die Mannschaften des SV Bedburdyck-Gierath gilt dies seit Mitte August aber nicht: Sie sind torlos, nachdem aus dem grünen Metallzaun rund um den Kunstrasenplatz zwei große Tore ausgebaut und gestohlen wurden. Vereinschef Achim Bättgen (47) ist ratlos: "Wer stiehlt denn zwei Metalltore? So etwas hat es noch nie gegeben. Vandalen kennen wir hier bisher nicht." Inzwischen wurde die Polizei eingeschaltet, Hinweise auf die Täter gibt es laut Kreispolizei-Sprecher Hans Willi Arnold bisher nicht.
"Vandalen kennen wir hier nicht"
Zum SV Bedburdyck-Gierath gehören 450 Mitglieder. In 17 Mannschaften ab dem Kindergartenalter wird gekickt. Seit 2006 können die Fußballer dazu den Kunstrasenplatz an der Gierather Straße nutzen – bei der Eröffnung war er der erste Kunstrasenplatz im Gemeindegebiet. Kosten damals: 520 000 Euro. Die Fläche konnte nach vier Monaten Bauzeit zum Spielen freigegeben worden. Auf den 6000 Quadratmetern hatten Mitglieder und Vorstand Hand angelegt, um alles herzurichten. Vor der Neugestaltung war der alte Ascheplatz in Stessen aufgegeben worden.
Achim Bättgen wollte es zunächst nicht glauben: Seit dem 14. August fehlen zwei der fünf Tore an der Umzäunung. "Wir hatten zunächst vermutet, dass die Tore defekt waren und von der Gemeinde ausgebaut wurden", erzählt der Vorsitzende. Doch alle Nachfragen blieben erfolglos. Auch der auf die Suche geschickte Platzwart konnte nur torlos zurückkehren. Eine Woche später schlugen die Diebe erneut zu und bauten auch noch eine Einfassung aus. "Wir ärgern uns", sagt Achim Bättgen. Diebstähle oder Beschädigungen habe es im Verein keine gegeben. "Im Sommer lassen wir den Platz für die Kinder offen, hier wird eigentlich immer gespielt." Nach eigenen Recherchen hofft er jetzt auf Zeugen, die etwas beobachtet haben.
Für die Polizei ist der Diebstahl ein Einzelfall. Dass jemand die Tore für den eigenen Garten verwenden will, hält Arnold für unwahrscheinlich: "Sie könnten schließlich erkannt werden." Wahrscheinlicher ist der Verkauf an einen Schrotthändler: "Deswegen werden manchmal auch Madonnen auf Friedhöfen gestohlen."
Die Gemeinde hat inzwischen gehandelt und nach Auskunft von Sprecher Norbert Wolf zwei neue Tore (Kosten: 1500 Euro) bestellt.
Was Achim Bättgen freuen würde: "Wenn die Tore morgen einfach wieder auftauchen."
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