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Supermarkt für Bedburdyck und Gierath: Union will Druck machen

zuletzt aktualisiert: 29.07.2009 - 21:30

Supermarkt für Bedburdyck und Gierath (NGZO). Bedburdyck (wilp) Wenn es nach Vizebürgermeister Horst Schröder ginge, dann müsste er schon längst stehen, der Supermarkt zwischen Gierath und Bedburdyck. Dass in dieser Sache allerdings nach wie vor Funkstille im Rathaus herrscht, macht den CDU-Mann wütend: "Wahrscheinlich ist der Erste Beigeordnete Michael Jansen mehr mit Abwanderungsplänen beschäftigt als mit diesem wichtigen Thema", wettert Schröder.

Das Problem ist seit langem bekannt. Gerade in Bedburdyck mangelt es an Geschäften: "Hier kriegt man seine Brötchen, bestenfalls ein Paket Kaffee. Wer aber ein Pfund Salz kaufen möchte, muss nach Grevenbroich fahren – etwa nach Real in Noithausen", schildert Horst Schröder. Das Warenhaus sei zwar lediglich anderthalb Kilometer vom Ort entfernt – doch: "Gerade die älteren Bürger haben damit ihre Schwierigkeiten. Wer kein Auto hat, muss zu Fuß oder mit dem Rad dorthin, weil eine Busverbindung fehlt", meint Schröder.

Der Knackpunkt, der einem Supermarkt zwischen den beiden Jüchener Ortsteilen entgegensteht: Die Bezirksregierung Düsseldorf hat landesplanerische Bedenken wegen des Landschaftsschutzes angemeldet und das Vorhaben an der geplanten Stelle gestoppt. Alternativ werden mehrere Standorte geprüft, wobei die von der Gemeinde zurzeit favorisierte Lösung einen Supermarkt in der Näher des Gierather Feuerwehrgerätehauses vorsieht. Auch hier spielen allerdings Aspekte des Landschaftsschutzes eine Rolle. Wie berichtet, ist Bürgermeisterin Margarete Kranz alles andere als optimistisch, dass sich noch in diesem Jahr ein Durchbruch erzielen lassen könnte.

Horst Schröder fühlt sich hierbei von der Verwaltungsspitze vernachlässigt: "Michael Jansen hat mir Ende Juni zugesagt, mich über den Fortgang der Verhandlungen auf dem Laufenden zu halten. Seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört. Das erweckt den Eindruck, dass in der Verwaltung nichts getan wird." In Bedburdyck sei die Stimmung ohnehin auf dem Nullpunkt: "Kein Mensch versteht hier, dass auf dem Abrissgelände am Ortsrand, auf dem es recht wild aussieht, kein Supermarkt entstehen darf."

Die Unionsleute aus Bedburdyck und Gierath wollen jetzt selbst aktiv werden, und Druck machen, wie Horst Schröder sagt: "Wir werden in der nächsten Woche in beiden Orten von Haus zu Haus gehen und Unterschriften für einen Supermarkt bitten. Ich denke, dass dabei einiges zusammenkommt – und damit wollen wir bei Kreis und Land auftrumpfen, damit der Markt schnell und unbürokratisch kommt", betont der Vizebürgermeister. Letztlich gehe es darum, die Lebensqualität in den beiden Dörfern zu verbessern: "Denn wenn wir hier über Neubaugebiete sprechen, muss auch die Infrastruktur stimmen."

Quelle: RP

 
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