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Jüchen: Wohnen im Lokschuppen

VON DANIELA BUSCHKAMP - zuletzt aktualisiert: 25.07.2010 - 21:30

Jüchen (NGZ). Die Arbeiten am "Park & Ride-Platz" haben begonnen. Sehr groß ist die Nachfrage nach mehr als 40 Seniorenwoh- nungen für Paare und Singles. Diese sind im und rund um den denkmalgeschützten Bahnhof Hochneukirch geplant.

Der denkmalgeschützte Lokschuppen heute ( Foto:  M. Reuter
Der denkmalgeschützte Lokschuppen heute ( Foto: M. Reuter

Bauarbeiten am Bahnhof. Das markante Bahnhofsgebäude und sein Umfeld erhalten nicht nur ein neues Aussehen, sondern auch eine neue Funktion: Der ehemalige Bahnhaltepunkt wird zum Lebensmittelpunkt für Senioren, die eine der 41 neuen Wohnungen in dem Komplex beziehen. "Wir könnten die Hälfte der Wohnungen bereits vermieten. Die Nachfrage ist sehr groß", sagt Otmar Dovern vom Otzenrather Architekturbüro Siekmann und Dovern.

Seit mehr als sechs Jahren gibt es unterschiedliche Pläne für den denkmalgeschützten Bahnhof. 2004 hatte die Gemeinde Jüchen Gebäude und Stellwerk von der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG) gekauft; vor drei Jahren veräußerte sie es selbst. Aktuell werden zwei unterschiedliche Pläne realisiert: Links vor dem Bahnhofsgebäude (aus Jüchen kommend) entsteht ein neuer "Park und Ride" für rund hundert Autos. Der Bahnhof selbst gehört zu einem Komplex mit Seniorenwohnungen, der neu gebaut werden soll. Die Zufahrtsstraße – als Querstraße der Peter-Busch-Straße – wird Falkensteinstraße heißen.

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Wohnen für Senioren

Bahnhofsgebäude Drei Wohnungen, ein Aufenthaltsraum sowie ein Café sind in dem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1873 geplant.

Komplex In vier neuen Häusern entstehen auf drei Etagen je neun Wohnungen ab 45 Quadratmetern Größe. Im Lokschuppen werden zwei Wohnungen realisiert.

Bagger und Bauarbeiten waren bereits für die neuen Stellflächen im Einsatz; auch an der Stichstraße wird laut Technischem Beigeordneten Oswald Duda "bereits gearbeitet". Auf rund 700 000 Euro kann die Gemeinde Jüchen dabei zurückgreifen.

Otmar Dovern und Sein Team müssen sich noch etwas gedulden, wann ihre Pläne vom Papier in die Tat umsetzen können: "Einen Starttermin gibt es noch nicht. Zurzeit laufen noch die letzten Abstimmungen mit der Bahnentwicklungsgesellschaft."

Womit das Planungsteam bereits sehr zufrieden ist: mit der Nachfrage. "Dies galt für alle Objekte für diese Zielgruppe, die wir bisher in Jüchen und Hochneukirch realisiert haben: Die Wohnungen waren teilweise bereits vor der Fertigstellung vergeben – und die Nachfrage war größer als das Angebot", so der Otzenrather Bauingenieur.

Der denkmalgeschützte Lokschuppen heute ( Foto: M. Reuter

In vier dreigeschossigen Häusern sollen je neun Wohnungen für ältere Paare und Alleinstehende errichtet werden. Der denkmalgeschützte Lokschuppen bietet Platz für zwei Wohnungen; auch im Bahnhofsgebäude können drei Mieter einziehen. "Trotz Denkmalschutz müssen beim Innenausbau keine besonderen Auflagen erfüllt werden", so Dovern. Jeder Mieter könne zudem den Pflegedienst, dessen Büro auch im Bahnhof untergebracht ist, nutzen. "Wichtig ist eine soziale Komponente: Wir planen einen großen Raum als Treffpunkt ein", sagt der Otmar Dovern. Eine Erfahrung, die das Team aus vorherigen Projekten gesammelt hat: "So können Kontakte geknüpft werden, Freundschaften schneller entstehen."

Quelle: NGZ


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