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Kaarst: 33 Fragen bis zum deutschen Pass

VON STEFAN REINELT - zuletzt aktualisiert: 08.02.2012

Kaarst (NGZ). Die Volkshochschule Kaarst-Korschenbroich bietet als beauftragte Prüfstelle einmal im Monat einen Einbürgerungstest an. Wer die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen möchte, muss ihn bestehen. Von 33 gestellten Fragen müssen mindesten 17 richtig beantwortet werden.

Von 33 gestellten Fragen müssen mindesten 17 richtig beantwortet werden. Foto: AP, AP
Von 33 gestellten Fragen müssen mindesten 17 richtig beantwortet werden. Foto: AP, AP

Wer die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen möchte, muss im Antragsverfahren einen Einbürgerungstest bestehen. Anwärter mit einem deutschen Schulabschluss sind davon befreit. Die Volkshochschule Kaarst-Korschenbroich bietet als beauftragte Prüfstelle den Einbürgerungstest während eines Semesters jeweils einmal im Monat an. Im vergangenen Jahr nahmen daran 91 Personen aus rund 35 Ländern teil.

Abgucken ist nicht möglich

Der Einbürgerungstest besteht aus 33 Fragen über die Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie die Lebensverhältnisse in Deutschland. Drei Fragen beziehen sich speziell auf das Bundesland, etwa wird nach der Hauptstadt oder den Farben der Landesflagge gefragt. Jeder Prüfling bekommt einen persönlichen Fragebogen vom Bundesamt. Abgucken ist also nicht möglich. Vier Antworten werden vorgegeben, nur eine ist richtig. Der Test ist bestanden, wenn mindestens 17 Fragen richtig beantwortet sind – 50 Prozent, das entspricht in der Regel der Schulnote 4.

Info

Deutschlandwissen

Wer sein Grundwissen über Deutschland selbst einmal testen möchte, findet den Fragenkatalog auf der Internetseite des Bundesamts unter www.bamf.de im Bereich Einbürgerung und Online-Testcenter.

Fünf Fragen aus dem Musterfragebogen zur Testvorbereitung hat die NGZ exemplarisch herausgenommen (siehe unten).

"Ich schätze, dass die meisten aber besser abschneiden", sagt Antje Laacks, Fachbereichsleiterin Sprache bei der VHS und zuständig für die Einstellungstests. Zur Vorbereitung findet im Rahmen der Migrationskurse ein 45-stündiger Orientierungskursus statt. Dieser kann auch einzeln gebucht werden. Wer allerdings bereits viele Jahre in Deutschland wohnt und nicht am Migrationskursus teilnimmt, lernt meistens im Internet, wo das Bundesamt den gesamten Fragenkatalog eingestellt hat. Dieser besteht aus 310 möglichen Fragen, die sich zum Teil in anderer Formulierung wiederholen.

Die Fragen behandeln zum Beispiel die Staatsform und ihre Organisation, befassen sich mit den Grundrechten und der Geschichte, aber auch, wie sich ein Bürger dafür einsetzen kann, um eine Buslinie zu erhalten. Nach der Beantwortung wird aufgeklärt, ob die Wahl richtig war oder welche die richtige gewesen wäre.

Quelle: NGZ/rl/anch/AC


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