Kaarst (NGZ). Jeden zweiten Mittwoch im Monat informiert die Freiwilligenzentrale im Kaarster Rathaus über ihre Arbeit. Die Mitarbeiter helfen Menschen, die sich engagieren wollen, eine erfüllende Aufgabe zu finden.
Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Menschen, die sich freiwillig engagieren wollen und Organisationen, die ehrenamtliche Helfer suchen: die Frauen und Männer von der Freiwilligenzentrale Neuss. Entstanden ist diese Anlaufstelle für Ehrenamtler 1999 durch eine Kooperation von Caritas und Diakonie.
Vor drei Jahren wurde die Außenstelle Kaarst ins Leben gerufen. Seitdem findet jeden zweiten Mittwoch im Monat die Ehrenamtsbörse im Atrium des Kaarster Rathauses statt. Hier informieren die Mitarbeiter der Freiwilligenzentrale Interessierte über die Möglichkeiten sich zu engagieren, stehen für alle Fragen rund ums Ehrenamt zur Verfügung.
Kontakt
Die Freiwilligen Zentrale Neuss sucht ständig Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Adresse: Meererhof L20, 41460 Neuss, Tel. 02131 166206, Fax: 02131 316137, E-Mail: info@freiwilligenzentrale-neuss.de
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag, 10 bis 12 Uhr; Dienstag und Mittwoch, 16 bis 18 Uhr; Donnerstag 18 bis 20 Uhr. Außensprechstunde in Kaarst: Zweiter Mittwoch im Monat, 10 bis 12 Uhr.
Helfen – ein Erfolgserlebnis
Einer von ihnen ist Hans Maier. Der Rentner hat geholfen die Außenstelle aufzubauen, war von Anfang an dabei. Das Erfolgserlebnis, jemandem helfen zu können, ein positives Feedback zu bekommen, das motiviere ihn, sagt er. Stolz erzählt Maier von den vielen neuen Projekten, die die Freiwilligenzentrale zu ihrem zehnjährigen Bestehen im vergangenen Jahr gestartet hat: "Wir haben Firmen in der Umgebung angeschrieben, ob ihre Mitarbeiter nicht Interesse hätten, sich ehrenamtlich zu betätigen." Bisher seien daraus 13 Projekte entstanden, sagt er.
Seine Kollegin Anita Dirmeier war schon immer ehrenamtlich unterwegs und suchte eine neue, sinnvolle Tätigkeit, als sie vor zwei Jahren zum Team der Freiwilligenzentrale stieß. Heute hilft sie Menschen mit eben jenem Bedürfnis nach Engagement, eine zur Person passende und erfüllende Aufgabe zu finden.
Sie liebt vor allem das intensive persönliche Gespräch: "Die Leute, die zu uns kommen, sind total verschieden, da muss man jeden erstmal kennen lernen, um zu sehen, welches Ehrenamt zu ihm passen könnte." Trotz der Vielfalt der Bewerber stellt Dirmeier fest, dass es, neben einigen Schülern und Studenten, hauptsächlich Rentner seien, die zu ihnen kämen.
Rentner wie Hans-Joachim Zimmermann. Der pensionierte Grundschullehrer möchte die Arbeit mit Kindern nun ehrenamtlich fortsetzten: "Der Förderbedarf ist bei vielen Schülern so groß, dem können die Lehrer in der kurzen Zeit vormittags überhaupt nicht gerecht werden." Zimmermann will mit den Erfahrungen aus seiner beruflichen Zeit nun die Nachmittagsbetreuung einer Grundschule unterstützen. Bei der Vermittlung hat ihm die Freiwilligenzentrale sofort helfen können.
Das dem so sei, liege auch daran, sagt Anita Dirmeier, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt Kaarst sehr gut funktioniere. Damit noch mehr Leute von ihrer Arbeit profitieren können, will Dirmeier demnächst eine Abendsprechstunde anbieten: "Wir wollen gezielt mehr Berufsstätige erreichen und zur ehrenamtlichen Betätigung animieren."
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