Machbarkeitsstudie zum Kreisverkehr an L 381 und K 37 (NGZ). Der Kreisverkehr am Ortsausgang Büttgen Richtung Neuss, am Knotenpunkt der L 381 und der K 37 rückt näher. Am Mittwoch stellte Dr. Frank Weiser im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Verkehr eine Machbarkeitsstudie vor, die vom Ingenieurbüro Brilon/Bondzio/Weiser aus Bochum im Auftrag der Stadt Kaarst erstellt wurde. Und der Kreisverkehr, das wurde deutlich, ist machbar. Die Zufahrt zur Braunsmühle soll erleichtert werden. An der Kreuzung L 381/K 37 könnte ein Kreisverkehr entstehen, dort könnte auch eine Tankstelle angesiedelt werden, die optisch von dem Kulturdenkmal allerdings abgetrennt werden soll.
Wünschenswert ist er an dieser Stelle, um die Kultur-Begegnungsstätte Braunsmühle, die zukünftig als Kultur-Begegnungsstätte betrieben werden soll, mit einem eigenen Abzweig besser an den Verkehr anzubinden. Angesiedelt werden soll dort auch eine Tankstelle, weitere gewerbliche Nutzung aber ausgeschlossen werden. Die Kosten für den nun favorisierten Kreisverkehr: etwa 340.000 Euro.
Zuschüsse vom Landesbetrieb Straßenbau oder dem Kreis Neuss werden nicht erwartet. "Wir gehen davon aus, dass die Finanzierung des Kreisverkehrs, wenn er denn beschlossen werden sollte, durch den Verkauf städtischer Grundstücke erfolgen kann", erklärte Beigeordneter Manfred Meuter. Die ungefähre Bauzeit für das Projekt liegt bei einem halben Jahr.
Dr. Frank Weiser erläuterte am Mitwoch Untersuchungen, die auch eine Verkehrszählung am 23. Januar 2003 beinhalteten und präsentierte einen Vorentwurf. Den klassischen Kreisverkehr wird es demnach nicht geben. Vielmehr ist aufgrund des Spitzen-Verkehrsaufkommens morgens zwischen 7 und 8 Uhr, in dem beider Zählung 1190 Fahrzeuge in West-Ost-Richtung die L 381 also in Richtung Neuss befahren, ein so genannter Bypass erforderlich, weil ansonsten zu lange Wartezeiten in der genannten Fahrtrichtung entstehen würden.
Der Verkehrsexperte benennt die Stufe der Verkehrsqualität an einem Kreisverkehr nach der Wartezeit und mit einem Buchstaben. Die Bestnote A steht für Wartezeiten unter zehn Sekunden, der geschilderte Fall bekäme ein "F" und wäre unzumutbar. Deshalb ist in West-Ost-Richtung ein By-Pass erforderlich, der diesen Verkehr am eigentlichen Kreisverkehr südlich vorbei lenkt. Erforderlich ist dann auch eine beidseitige Verflechtung mit der zweiten Fahrspur, die in den Kreisverkehr hinein und dort wieder herausführt.
Diese Art Verkehrsführung ist in Deutschland noch selten anzutreffen, "die By-Pass-Zurückhaltung ist allerdings unbegründet", zitierte Dr. Frank Weiser aus aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen. Dennoch sind Probleme zu bedenken: Die Anbindung des Wirtschaftswegs an die L 381 ist nicht ohne weiteres zu realisieren. Auch liegt das Risiko leichter Unfälle im Kreisverkehr höher. ang
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