Kaarst (NGZ). Bislang hat sich die schwedische Möbelhauskette mit Informationen über die Ausgestaltung des geplanten neuen Gebäudes im Gewerbegebiet Hüngert II zurückgehalten. Jetzt gibt es erstmals einen konkreten Plan.
Zu groß, zu blau-gelb, zu viel Beton, zu viel Blech vor der Tür: Ein Koloss mitten in der grünen, bisher ländlich geprägten Holzbüttgener Landschaft – das ist die Horrorvorstellung all jener, die dem Umzug von Ikea ins neue Gewerbegebiet Hüngert II skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen. Bislang hielt sich die schwedische Möbelhauskette mit Informationen über die Ausgestaltung des neuen Gebäudes auch konsequent zurück, jedenfalls gegenüber der Öffentlichkeit. Kurz bevor in Kaarst nun Politiker, Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und vom Förderkreis Holzbüttgen zu einem dritten Rahmenplanungs-Workshop zusammenkommen, rückt der Einrichtungsriese jetzt mit konkreten Plänen für das Kaarster Haus heraus.
Workshop
Anfang Mai wird es einen dritten Workshop zur Rahmenplanung des Ikea-Gewerbegebiets geben. Daran teilnehmen werden neben der Verwaltung erneut Vertreter aller Ratsfraktionen, der IHK, der Handwerkskammer, des Einzelhandelsverbandes und des Förderkreises Holzbüttgen.
Das Büro "Drees & Sommer" wird seine bisherige Arbeit vorstellen, in die die Ergebnisse der ersten beiden Workshops eingeflossen sind. Anschließend wird die Öffentlichkeit beteiligt.
Auf 110.000 Quadratmetern soll demnach an der Siemensstraße ein Möbelgeschäft mit 34 600 Quadratmetern Bruttogeschossfläche und 25 500 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen. Zum Vergleich: Im alten Gebäude an der Düsselstraße stehen derzeit nur 18 900 beziehungsweise 9 300 Quadratmeter zur Verfügung. 13 Meter hoch wird das neue Ikeahaus voraussichtlich sein und auf dem Dach soll es eine Photovoltaikanlage haben.
Die Parkplatzanzahl – ebenfalls ein Punkt, der den Holzbüttgenern Sorge bereitet – wird mit mindestens 1400 angegeben. In Kaarst gibt es aktuell 725 Stellplätze, plus 75 am externen Lager. Der Einsatz von Blockheizkraftwerken, Geothermie, besagter Photovoltaikanlage auf dem Dach, einer Solaranlage und Abwasserwärmenutzung soll mehr Energieeffizienz und eine geringere CO2-Emission garantieren.
Und noch eine Besonderheit haben sich die Schweden für Kaarst ausgedacht: In einem sogenannten "Jahreszeitenshop" soll ein von Saison zu Saison wechselndes Sortiment mit grünen Einrichtungsideen präsentiert werden. Solche Glashäuser gibt es bereits im Ikea-Haus in Berlin-Lichtenberg, Hamburg-Moorfleet, Rostock und Oldenburg.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.