Kaarst (NGZ). Am Freitag (30.4.) Abend startet der "Spurt in den Mai". Friedhelm Kichhhartz hat das Büttgener Radsport-Event vom ersten Tag an mit geplant und aufgebaut. Auf dem Rad war der Vorstandsvorsitzende der NVV früher selbst eine Größe.
Nach ihm hat er seinen ältesten Sohn benannt – Patrick. Dass Patrick Sercu, 65 Jahre alt, Olympiasieger, Weltmeister und mit 88 Siegen uneinholbarer Rekordhalter bei Sechs-Tage-Rennen, Freitag Abend doch nicht nach Büttgen kommen wird, dürfte Friedhelm Kirchhartz, Cheforganisator des "Spurt in den Mai", schon ein bisschen treffen. "Dieser Mann", sagt Kirchhartz, "war und ist mein sportliches Vorbild. Auf die Begegnung mit ihm hatte ich mich richtig gefreut."
Weltmeisterschaften im Sprint
Sercu sollte beim wahrscheinlich emotionalsten Moment des diesjährigen Büttgener Traditions-Radrennens – der offiziellen Verabschiedung des ehemaligen Junioren-Weltmeisters und Europameisters im Zweier-Mannschaftsfahren Andreas Beikirch – dabei sein. Ex-Weltmeister Kurt Betschart, die Büttgener Olympiasieger Udo Hempel und Günther Schumacher, Radsportlegende Hennes Junkermann und Uwe Messerschmidt, Olympia-Zweiter von 1984, haben zugesagt.
Programm
Das Programm rund um das Bahnrennen beginnt Freitag Abend im Sportforum Kaarst-Büttgen um 18 Uhr mit Musik vom Swing Orchester Kaarst.
Andreas Beikirch wird um 21.45 Uhr verabschiedet.
Der Startschuss für das Straßenrennen im Ortszentrum Büttgen fällt dann Samstag, 1. Mai, um 13 Uhr.
Unter anderem soll es wieder ein Promi-Tandemrennen (15.15 Uhr) geben, für das sich NRW-Minister Lutz Lienenkämper angesagt hat.
Dafür, dass solche Sport-Größen, ganz gleich ob noch aktiv oder schon lange nicht mehr, überhaupt nach Büttgen kommen, sorgt von Beginn des Radrennens an Friedhelm Kirchhartz. Und weil der ein Mensch ist, der von sich selbst sagt, er könne gut gute Laune verbreiten, wird dieser Abend auch ohne Sercu ein ganz toller werden.
Kirchhartz, der früher selber mal Radrennfahrer war, zum Nationalkader gehörte und unter anderem drei Weltmeisterschaften im Sprint bestritt, hat über Ostern mit sehr viel Ausdauer die passende Musik für die Verabschiedung Beikirchs zusammengesucht. Er selber hört gerne Rock und Pop der 60er und 70er Jahre. "Ich hoffe, ich habe die richtigen Mischungen gefunden", sagt er. Den Soundtrack zu einer Erfolgs-Lebensgeschichte zusammenzustellen, ist nämlich gar nicht so einfach. Selber zu wissen, wie sich Erfolg anfühlt, kann da hilfreich sein.
Friedhelm Kirchhartz' Vater Peter ist Gründer der Radsportabteilung des VfR Büttgen. Auf dem Rennrad sitzt der 58-jährige Vorstandsvorsitzende der Mönchengladbacher NVV AG, eines großen Strom-, Gas- und Wasserversorgers, seit er 13 Jahre alt ist. Für ihn, sagt der gelernte Jurist, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, sei der Radsport nach wie vor ein herrlicher Ausgleich. Circa 60 Kilometer in zwei Stunden fahren Kirchhartz und seine Freunde aus der Büttgener Radsportgruppe jeden Sonntag – quasi auf den Spuren von Patrick Sercu.
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