Kaarst (NGZ). Kaarst/Bad Wildungen Der deutsche Innenminister Wolfgang Schäuble vertraut sich den Fachärzten in Bad Wildungen an. Arabische Potentaten mieten teilweise komplette Etagen in diesem Zentrum für Wirbelsäulen-Chirurgie.
Bei Rückenmark-Verletzten genießt das Deutsche Skoliose-Zentrum der Werner-Wicker-Klinik in Bad Wildungen-Reinhardshausen einen ausgezeichneten Ruf. Vor wenigen Wochen hat der in Kaarst aufgewachsene Dr. Oliver Meier, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, die Aufgabe des Chefarztes in dieser Institution übernommen und löst damit seinen Vorgänger Dr. Peter Metz-Stavenhagen ab.
Der jetzt 46-jährige Meier ist verheiratet mit der Münsteraner Augenoptiker-Meisterin Christiane Meier. Mit den Zwillingen Hendrik und Sebastian sowie Tochter Catharina leben sie in einem schönen Haus mit Blick über die nordhessische Region Kellerwald-Edersee, eine beliebte Ferien-Region. „Ich fühle mich hier sehr wohl, habe viele neue Freunde gewonnen“, sagt der erfolgreiche Mediziner, der gern wie 2003 im Kaarster Hotel Park Inn an Treffen seines Abi-Jahrgangs teilnimmt, „natürlich bin aber auch immer wieder gern in Kaarst bei meinen Eltern und alten Freunden.“
Tierarzt habe er als Kind zunächst werden wollen, erinnern sich seine Eltern Dieter und Gerda, die oft die 250 Kilometer zwischen Kaarst und Bad Wildungen zurücklegen, um Sohn, Schwiegertochter und Enkel zu sehen. Nach dem 1981 bestandenen Abitur am Albert-Einstein-Gymnasium in Kaarst studierte Oliver Meier, der lange für die SG Kaarst Handball spielte, dann aber von 1981 bis 1987 Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und approbierte am 7. Dezember 1987 zum Arzt .
„Das war seit der Oberstufe mein Wunschberuf, und hat sich als die wirklich richtige Entscheidung erwiesen“, sagt er am Dienstag. Seine erste Anstellung als Assistenzarzt hatte der Kaarster von 1988 bis 1991 im evangelischen Krankenhaus in Mülheim/Ruhr. Erste Erfahrungen auf dem Gebiet der Wirbelsäulen-Chirurgie sammelte er dann von 1991 bis 1993 in der Werner-Wicker-Klinik. Für seine weitere Qualifizierung zum Facharzt für Orthopädie arbeitete Meier anschließend im Allgemeinen Krankenhaus in Hamburg-Barmbek. Seit 1996 war er an der Werner-Wicker-Klinik im Deutschen Skoliose-Zentrum als Oberarzt tätig.
Im Deutschen Skoliose-Zentrum werden alle Erkrankungen der Wirbelsäule behandelt: Formabweichungen wie Skoliosen, Wirbelsäulen-Verletzungen mit oder ohne Beeinträchtigung des Rückenmarks, tumorbedingte Wirbelsäulen-Veränderungen. Bandscheiben-Entfernungen und -Prothesen speziell im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule gehören zum Aufgaben-Bereich des Deutschen Skoliose-Zentrums. Mit jährlich etwa 1600 Wirbelsäulen-Operationen zählt die Werner-Wicker-Klinik auch international zu den größten wirbelsäulen-chirurgischen Zentren.
Familien-Mensch Meier, der sich täglich mit Kraftsport fit hält, hat bereits damit begonnen, die Strukturen seines neuen Verantwortungs-Bereiches im Sinne der optimalen Versorgung seiner Patienten umzuorganisieren. Dazu gehört, dass dank Neueinstellungen ab dem 1. Januar 2008 ein Spezialistenteam von sechs Fachärzten unterschiedlicher Disziplinen die Patienten behandelt. Meier gegenüber der NGZ: „Mit diesem Angebot stehen wir eindeutig an der Spitze aller Deutschen Spezial-Kliniken.“ Nach Ansicht der Geschäftsleitung der Wicker-Kliniken bringt Meier als Chefarzt ein neues Verständnis von ärztlichem Können und menschlicher Ethik sowie Zusammenarbeit und Führung in seine künftige Aufgabe ein.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.