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Städtische Grundstückbörse: Die Stadt als Grundstücksmakler

VON CHRISTOPH PÜTZ - zuletzt aktualisiert: 13.07.2009 - 21:30

Städtische Grundstückbörse (NGZO). Die rund 40 Grundstücke an der Hubertusstraße sollen über die städtische Grundstücksbörse und nicht über einen privaten Investor vermarktet werden. Vor allem an den Ort gebundene Familien würden von dieser Regelung profitieren.

Das Baugebiet an der Hubertusstraße soll mit einem Lärmschutzwall umgeben werden. Denn vor allem auf der Landstraße im Norden wird von den Autos viel Lärm produziert.  Foto: NGZ
Das Baugebiet an der Hubertusstraße soll mit einem Lärmschutzwall umgeben werden. Denn vor allem auf der Landstraße im Norden wird von den Autos viel Lärm produziert. Foto: NGZ

Büttgen Die rund 40 Grundstücke an der Hubertusstraße sollen nicht über einen privaten Investor vertrieben werden. Statt dessen soll die städtische Grundstücksbörse damit beauftragt werden.

Diesen Vorschlag machte am Montag die CDU. Sie will ihn in Form eines Sitzungsantrages der Verwaltung vorschlagen. "Uns war von Anfang an wichtig, dass hier ein Wohngebiet entsteht, in dem junge Familien individuell bauen können. Daher sollen die Grundstücke nicht an einen Investor, sondern einzeln über die Grundstücksbörse direkt an die Nutzer verkauft werden. Das hat zudem noch den Vorteil, dass Familien mit Kindern von der in der Stadt Kaarst neu konzipierten Wohnungsbauförderung profitieren können", erklärte CDU-Chef Lars Christoph.

Info

Der Bebauungsplan

Der Bebauungsplan für das neue Wohnbaugebiet an der Hubertusstraße in Büttgen, der vor allem Wohnraum für junge Familien schafft, war in der Juni-Sitzung des Stadtrates als Satzung beschlossen worden. Der Plan war in die Diskussion geraten, weil bis auf die CDU alle Beteiligten nicht die jetzt verabschiedete Lösung, sondern ein Höfe-Konzept mit Generationenwohnen befürworteten.

Weitere Vorteile dieser Vorgehensweise erklärte er im Gespräch mit der NGZ: "Wenn die städtische Grundstücksbörse vermarktet, dann entstehen viel individuellere Häuser; die Familien haben die Möglichkeit, ihre persönlichen Vorstellungen bei der Hausgestaltung einzubringen." Denn wenn ein Investor beauftragt wird, dann gibt es vielleicht zwei oder drei Haustypvarianten – unterm Strich sehen die Häuser dann aber alle gleich aus.

Ein weiterer Vorteil, den sich Christoph verspricht: "Es lässt sich besser steuern, dass heimische Architekten und Handwerker die Aufträge erhalten." So sei auch ein Schritt in Sachen lokaler Wirtschaftsförderung gegangen.

Die SPD begrüßt die Pläne, die städtische Grundstücksbörse zu beauftragen: "Wer Kinder hat oder gemeinsam mit den Eltern wohnen möchte, bekommt Punkte gut geschrieben. Familien mit mehr Punkten werden bei der Grundstücksvergabe bevorzugt. Das ist zu begrüßen", meinte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Elke Beyer. Kritik äußert sie allerdings daran, dass die CDU die jetzige Bebauungsplan-Variante durchsetzte, bei der die Häuser eher konventionell angeordnet sind.

"Die SPD- Fraktion stellt mit großem Bedauern fest, dass an der Hubertusstraße die letzte Chance vertan wurde, auf städtischem Grundstück einen längst überfälligen Wandel in der Stadtplanung einzuleiten." Eine Höfe-Lösung, bei der auch Mehrgenerationenhäuser vorgesehen waren, hatte damals das Neusser Architekturbüro Wienstroer und Agirbas vorgeschlagen. Bis auf die CDU hatten sich alle Beteiligten für diese Idee entschieden; die CDU hatte die Umsetzung aber letztlich mit ihrer Ratsmehrheit ausgebremst.

Zustimmung zur Grundstücksbörse kommt auch von den Kaarster Grünen: "Die Stadt Kaarst soll die Grundstücke verkaufen. Da gehen wir vollkommen konform mit. Die Grünen hatten diesen Vorschlag bereits vor Monaten gemacht."

Am Dienstag in der NGZ:

Zur Sache Punkte sammeln

Quelle: RP

 
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