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Streitschlichter am Georg-Büchner-Gymnasium: Ein Streitfall pro Woche wird in der Regel gelöst

zuletzt aktualisiert: 08.04.2003 - 21:14

Streitschlichter am Georg-Büchner-Gymnasium (NGZ). Einen Streit gibt es immer mal, schwierig wird's zumeist dann, wenn er einfach nicht enden will. Darum kümmern sich am Georg-Büchner-Gymnasium seit zwei Jahren erfolgreich Streitschlichter, die sich in dem Zeitraum über einen Mangel an Arbeit nicht beklagen konnten. Ein "Fall" pro Woche ist die Regel. Und weil Schüler irgendwann die Schule verlassen, muss auch in der Branche der Streitschlichter rechtzeitig für Nachwuchs gesorgt werden. Die frisch gebackenen Streitschlichter am Georg-Büchner-Gymnasium erhielten von Schulleiterin Gisela Saßmannshausen ihre Ernennungsurkunde: Alina Jennrich, Kaharina Sury, Janina Kleinert, Esther Zickuhr, Kilian Zimmermann (vorne v.l.), Tom Friedrich, Thomas Pütz, David Heuel, Philip Haverkamp und Daniel Cremer (hinten, v.l.). NGZ-Foto: L. Berns -->

Dies ist jetzt am GBG geschehen: Montagabend erhielten gleich elf frischgebackene Streitschlichter ihre Ernennungsurkunde. "Damit haben wir jetzt 23 Streitschlichter an der Schule, einige sind in der Oberstufe, und da wird die Zeit schon ein wenig knapp", beschreibt Beratungslehrer Bernhard Sander die Situation am GBG. Sander war und ist mit Gabi Biesen-Cremer, die auch der Schulpflegschaft vorsitzt, für die Ausbildung der neuen Streitschlichter verantwortlich.

Diese umfasst 20 Treffen zu jeweils zwei Zeitstunden und einem Intensiv-Wochenende. Streit schlichten und Konflikte lösen, darin können auch Lehrer schon einmal verwickelt werden. In der Regel sind es aber Schüler, die die Streitschlichter in den Pausen in deren Extra-Rraum aufsuchen.

Zunächst einmal wird dann festgestellt, ob die Streithähne freiwillig kommen. Denn anderenfalls ist kaum davon auszugehen, dass der Konflikt erfolgreich bearbeitet werden kann. Gesprächsregeln, Schilderungen des Vorfalls, das "Sich-in-den-anderen-hineinversetzen", die Überlegungen "Was hätte ich anderws machen können?" oder: "Wie zufrieden bin ich jetzt hier in der Situation?" sowie Lösungsmöglichkeiten, ein Vertrag und ein späteres Treffen zur Überprüfung des Ergebnisses sind einzelne Schritte des Vorgehens.

"Und wenn die Streitenden freiwillig bereit sind, sich an einen Streitschlichter zu wenden, dann ist die Aussicht auf Erfolg recht groß", weiß Bernhard Sander. Daran wirken jetzt die neuen Streitschlichter am GBG mit: Daniel Cremer, Tom Friedrich, Philip Haverkamp, David Heuel, Alina Jennrich, Thomas Pütz, Richard Starck, Esther Zickuhr, Kilian Zimmermann (alle Stufe neun), Janina Kleinert und Katharina Sury (Stufe zwölf). ang

Quelle: NGZ


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