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Kaarst: "Ein Verein muss attraktiv sein"

zuletzt aktualisiert: 19.07.2010 - 13:02

Kaarst (NGZO). Heinz Wieland, Vorsitzender der SG Kaarst, spricht im Interview über die Zukunft des Vereins, den beginnenden Abriss der benachbarten Dreifachturnhalle und das Thema Jugendarbeit.

Die Vorstandsmitglieder der SG Kaarst – hier: Elfi Boltendahl, Heinz Wieland und Leo Erdtmann – schwitzen ab und an selbst im Fitnessstudio.   Foto:  L. Berns
Die Vorstandsmitglieder der SG Kaarst – hier: Elfi Boltendahl, Heinz Wieland und Leo Erdtmann – schwitzen ab und an selbst im Fitnessstudio. Foto: L. Berns

Mit rund 6000 Mitgliedern und 24 Abteilungen ist die SG Kaarst der größte Breitensportverein der Stadt. Die NGZ sprach mit Heinz Wieland, 1. Vorsitzender, über die neuesten Entwicklungen, die Zukunft des Vereins, den anstehenden Abriss der Dreifachturnhalle und das Thema Jugendarbeit.

Nebenan wird die Dreifachturnhalle dem Erdboden gleichgemacht. Heute rücken die Bauarbeiter an. Das heißt: In den kommenden Wochen wird es rund um das SG-Sportzentrum an der Pestalozzistraße laut und schmutzig zugehen. Ist das ein Problem?

Wieland Nein. Selbstverständlich – der Abbruch an sich wird mit einer gewissen Belästigung verbunden sein. Aber da müssen wir jetzt durch. Schließlich haben wir immer klar gemacht, dass wir den Neubau wollen. Eine teure Renovierung hätte wirtschaftlich keinen Sinn ergeben. Wir kennen den schlechten Zustand der alten Halle. Insgesamt, da bin ich mir sicher, wird sich die Landschaft durch die neue Halle positiv verändern. Nach derzeitigem Stand der Dinge ist auch eine direkte Verbindung zu unserem Sportzentrum geplant.

Info

Kontakt

SG Kaarst, Pestalozzistraße 3a, Tel. 02131 512 67-30, E-mail: info@sg-kaarst.de Internet: www.sg-kaarst.de

Vorstand: Heinz Wieland, 1. Vorsitzender; Elfi Boltendahl, 2. Vorsitzende; Sigmar Thieme, Schatzmeister, und Leo Erdtmann, Vorsitzender des Sportausschusses

Wie hat die SG Kaarst die alte Halle genutzt?

Wieland In der alten Halle haben bislang die Handballer trainiert. Die weichen jetzt vorübergehend ans Georg-Büchner-Gymnasium aus. Noch nicht geklärt ist, ob und wo den Fußballern, die ja auch während der Bauarbeiten auf dem Sportplatz spielen, Umkleidekabinen und Duschen zur Verfügung gestellt werden. Möglicherweise werden Container aufgestellt.

Das Grundstück, auf dem das Vereinszentrum steht, ist ein Erbpachtgelände. Das heißt, die SG Kaarst zahlt der Stadt dafür momentan regelmäßig Geld. Aus Ihrer Sicht – zu viel?

Wieland Als großer Verein mit rund 6000 Mitgliedern, das muss man ganz klar und deutlich sagen, übernehmen wir in Kaarst auch wichtige soziale Aufgaben. Bei uns treffen sich die Menschen – nicht nur, um Sport zu machen. Den Neubau der Halle wollen wir auf jeden Fall zum Anlass nehmen, um mit der Politik über eine künftige Reduzierung oder möglicherweise sogar eine Nullstellung der Erbpacht zu diskutieren.

Ein anderes Thema: die Jugendarbeit. Von einigen, besonders kleineren Sportvereinen hört man zuweilen, dass die sich verändernde Schullandschaft bereits jetzt negativ auf die Mitgliederzahlen im Kinder- und Jugendbereich auswirkt. Stichwort: Ganztagsunterricht. Wie sieht es bei der SG Kaarst aus?

Wieland Bisher haben wir keine rückläufigen Zahlen im Kinder- und Jugendbereich. Das Problem an sich aber haben wir natürlich als solches erkannt. Deshalb gehen wir bereits seit geraumer Zeit auf die Schulen zu, entwickeln gemeinsame Projekte. Das ist der einzige Weg. Im offenen Ganztag sind wir bereits mit unseren Übungsleitern vertreten. Wer als Verein langfristig junge Mitglieder binden will, muss attraktiv sein – jetzt mehr denn je.

Julia Hagenacker führte das Gespräch.

Quelle: NGZ/dhk

 
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