Kaarst (NGZ). Vorst Die ersten Pläne für das neue Vorster Ortszentrum liegen vor. Das Büro „Hartmann Architekten“ aus Mönchengladbach hat sie entworfen. Wie auf der Fotomontage zu erkennen ist, handelt es sich um eine Kombination aus einem großflächigem Erdgeschoss, in dem der neue Rewe-Markt auf rund 1500 Quadratmetern Fläche untergebracht werden soll.
Im Obergeschoss sollen in aufgelockerter Bauweise Wohnungen entstehen. Diese zehn Wohneinheiten sind als vertikale Stadthäuser mit Pultdach geplant. Im Gespräch mit der NGZ erläuterte am Mittwoch Architekt Holger P. Hartmann Details: „Wir haben großen Wert darauf gelegt, ein ins Vorster Ortsbild passendes Gebäude zu entwerfen.“
Das bedeutet: Die am Niederrhein beliebte Kombination aus Klinker und geputzten Flächen wird eingesetzt. „Es sollten keine supermodernen Gebäude entstehen, in denen nur Glas und Plastik zu sehen sind“, erläutert Hartmann. Trotzdem ist das kombinierte Wohn- und Gewerbehaus alles andere als langweilig designt. Vor allem durch den Freiraum, der im Obergeschoss zwischen den zehn Wohneinheiten eingeplant ist, wirkt die Komposition ansprechend und nicht erdrückend.
„Die zehn Wohnungen werden jeweils rund 120 Quadratmeter Fläche bieten - der Mietpreis wird zwischen 6,50 und sieben Euro und damit im Bereich der ortsüblichen Miete liegen“, erläutert Hartmann. Vor allem Familien mit Kindern dürften sich in den Wohnungen wohl fühlen.
Die zehn Wohneinheiten im neuen Baukomplex
Die zehn Wohneinheiten im Obergeschoss sind je rund 120 Quadratmeter groß und sollen zu einem Preis von 900 bis 1000 Euro vermietet werden. Vorst wird rund 30 Neubürger haben, wenn die Wohnungen belegt sind. Wenn alles glatt läuft, dann könnte das kombinierte Gewerbe- und Wohnhaus schon Ende 2008 fertig sein. Interessenten können weitere Informationen im Immobilienbüro Guido Spahn unter der Telefonnummer 0 21 61 / 40 20 87 erfragen. Weitere Informationen auch zu dem Gesamtprojekt können alle Interessierten bei einer Bürgerinformationsveranstaltung erhalten. Sie wird Dienstag, 4. September, im Gemeindesaal abgehalten. Dort werden auch Pläne vorliegen, und der Architekt lässt bis dahin Computerbilder des Gebäudes erstellen.
Im Erdgeschoss wird nicht nur der Rewe-Markt Anlaufstelle sein: „Ziel ist, eine neue Ortsmitte zu schaffen, die modern ist und in der die Vorster einkaufen und sich treffen können“, so die Vorstellung des Architekten. Ein Zeitungskiosk mit Lotto-Annahmestelle, ein Obst- und Gemüseladen, Friseur, Drogeriemarkt - den Vorstern wird das alles unter dem neuen Dach mitten im Zentrum geboten. Die Kunden der Sparkasse werden ebenfalls bestens bedient. Das bisherige Gebäude wird nämlich in den Gesamtkomplex harmonisch integriert. Für nicht wenige Vorster ebenfalls von Belang: Der alte Nussbaum mit dem Fußfall bleibt erhalten: „Er wird sogar noch verschönert, wird grüner werden“, kündigt Hartmann an.
Zehn Jahre hatten die Planungen und Verhandlungen rund um die Vorster Ortsmitte es gedauert, jetzt geht alles ganz schnell. „Wir wollen Ende 2008 fertig sein“, meint Architekt Hartmann, „denn wir haben jetzt rund sieben bis acht Monate verloren.“ So lange hatten sich die Verhandlungen am Ende dann doch noch hingezogen - auch, weil die Preisvorstellungen der Grundstücksinhaber unterschiedlich waren. Der Rewe-Markt könnte dann im November 2008 eröffnen - und wäre dann pünktlich zum Weihnachtsgeschäft am Start.
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