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Kaarst: Eine Martinusstele für Kaarst

VON JULIA HAGENACKER - zuletzt aktualisiert: 20.05.2010 - 21:30

Kaarst (NGZ). Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens hat der Rotary Club Kaarst-Korschenbroich der Stadt eine Skulptur von Mataree-Meisterschüler Elmar Hillebrand geschenkt. Am Donnerstag wurde das Kunstwerk im Alten Dorf übergeben.

Künstler Elamr Hillebrand erklärt Kindern die Stele. 
 Foto: NGZ
Künstler Elamr Hillebrand erklärt Kindern die Stele. Foto: NGZ

Wer Geburtstag hat, bekommt Geschenke, normalerweise. Allein die Mitglieder des Rotary Clubs Kaarst-Korschenbroich halten es anders – sie machen Geschenke, und das hat etwas mit ihrem Selbstverständnis zu tun. "Rotary" steht weltweit für soziales Engagement. Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens in diesem Jahr ermöglichte der Club Kaarst-Korschnroich die Einrichtung einer Palliativstation für todkranke Kinder im Krankenhaus Neuwerk.

Die "Insel Tobi" wurde im vergangenen Herbst eingeweiht. Den Kaarster Bürgern wiederum schenkten die Rotarier zu ihrem eignen Geburtstag, gemeinsam mit der Stiftung der Sparkasse Kaarst-Büttgen, ein im eigentlichen und übertragenen Sinne großes Stück Kunst: eine mehr als mannshohe Stele mit dem Patron der Stadt, dem heiligen Martinus, gefertigt von Mataree-Meisterschüler Professor Elmar Hillebrand. Am Donnerstag wurde das Kunstwerk unter den Augen des Künstlers offiziell übergeben und von Josef Brans, Pfarrer der Kirchengemeinde St. Martinus geweiht.

Für Kaarst, sagte Bürgermeister Franz-Josef Moormann in seiner Dankesrede, sei die außergewöhnliche Skulptur, die St. Martin bei der legendären Mantelteilung nicht wie üblich hoch zu Ross, sondern in Augenhöhe mit einem am Boden kauernden Bettler zeigt, ein herausragendes Geschenk. Auch der Standort sei gut gewählt – örtlich wie zeitlich. "Zwischen den Kirchen Alt St. Martin und St. Martinus ist das Wohngebiet ,Südliches altes Dorf' als Heimstatt für viele Familien neu entstanden. Der Martinusweg führt mitten hindurch. Die Stele nimmt diese Linie der aktuellen Stadtentwicklung auf und bekräftigt sie." Dabei hatte die Suche nach dem idealen Standort zuerst in Richtung Neumarkt geführt. Die moderne Gestaltung des Platzes und des Umfeldes – dessen war man sich schnell einig – erschien für die Martinusstaue aber doch zu modern.

Die Rotarier aus Kaarst und Korschenbroich sehen in dem mehrere tausend Euro teuren Kunstwerk in erster Linie ein Denkmal – nicht für sich selber wohlgemerkt, sondern für die Selbstverpflichtung des Clubs zur Nächstenliebe und Großzügigkeit. "St. Martin ist für das christliche Europa das personifizierte Fundament einer Kultur des Helfens", sagte Präsident Jan Stapelmann. "Ohne Kenntnis über das Wirken des heiligen St. Martin wäre wohl auch Rotary nicht entstanden."

Quelle: NGZ


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