Kaarst (NGZ). Der Nah und Gut-Markt an der Luisenstraße wird mehrere Wochen schließen und für rund 300 000 Euro renoviert. Immobilienbesitzer Hermann Finken will mittelfristig dort einen Einkaufspark mit Drogerie, Kiosk und Café bauen.
Büttgen „Nah und Gut“ - so heißt der Supermarkt in Büttgen an der Luisenstraße. Doch ab Ende August werden es die Anlieger gar nicht mehr nah und gut haben - der Markt schließt nämlich seine Pforten. Der bisherige Betreiber, Gerald Gleich, will sich aus Altersgründen zurückziehen.
Allerdings wird der Markt nur vorläufig schließen, wie Hermann Finken, Vermieter der Immobilie, am Freitag auf Anfrage der NGZ erläuterte. „Wir haben schon einen Nachmieter. Wir werden die Zeit des Übergangs dazu nutzen, um den Markt vollständig zu renovieren“, erläutert er.
Während also die Handwerker vielleicht zwei oder drei Wochen im September zu Gange sind, fällt die zentrale Anlaufstelle im Büttgener Norden aus. Danach aber wird den Kunden ein deutlich verbessertes Ambiente geboten: „Es wird eine neue Obst- und Gemüseabteilung eingerichtet.
Einkaufen im Norden
Die meisten Einkaufsmöglichkeiten in Büttgen sind im Einkaufszentrum - obwohl auf der anderen Seite der Gleise mehr Bürger wohnen. Außer dem Nah und Gut-Markt an der Luisenstraße hat die Metzgerei an der Driescher Straße noch ein begrenztes Angebot, das auch in einem Supermarkt zu finden ist.
Zu diesem Artikel erscheint in der NGZ vom Samstag ein Zur Sache: Grosse Pläne.
Das gesamte Geschäft wird vollklimatisiert. Und auch die Regale und die Inneneinrichtung werden auf den neusten Stand gebracht“, verspricht Finken.
Dass der Markt wirklich grundlegend renoviert wird, kann schon allein am Investitionsvolumen abgelesen werden. Ungefähr 300 000 Euro will Finken in seine Immobilie stecken.
„Der Teil Büttgens auf unserer Seite der Bahngleise hat mehr Einwohner, als der Teil auf der anderen Seite“, unterstreicht Finken. So hat der Nah und Gut-Markt eine Angebotsfläche von 800 Quadratmetern. „Der Kaisers-Markt im Einkaufszentrum hat lediglich 400 Quadratmeter“, so Finken.
Zwar soll der aufgepeppte Markt an der Luisenstraße zunächst flächenmäßig nicht erweitert werden. Doch Finken plant, im umliegenden Areal einen Einkaufspark zu bauen: „Über 10 000 Quadratmeter stehen im umliegenden Gelände zur Verfügung.
Dort soll ein Einzelhandelszentrum mit Drogeriemarkt, Kiosk, Café und Textilanbieter entstehen.“ Mehrere Millionen Euro würde dieses Vorhaben kosten, dass Investor Finken in den kommenden Jahren dort verwirklichen möchte.
Für den Vorsitzenden der Interessengemeinschaft (IG) Büttgen ist der Bereich nördlich der Bahngleise ebenfalls ein wichtiger Standort: „Es wäre ein harter Verlust für Büttgen, wenn auf dieser Seite kein Lebensmittelanbieter mehr wäre.“
Denn der bisherige Supermarkt sei immer gut besucht gewesen - ein Zeichen dafür, dass der Standort lukrativ sei. „Vor zwei Jahren war einmal im Gespräch, dass ein Lebensmittel-Discounter dort aufmacht“, erinnert Wellen.
„Wenn in diesem Teil Büttgens kein Angebot vor Ort bestünde, dann würden sich die Anlieger andderswohin orientieren und in Holzbüttgen oder Kleinenbroich einkaufen“, meint Peter Wellen.
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