Kaarst (NGZ). Rund 1700 Zuschauer sahen am Dienstagabend das Testspiel des Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf gegen den Bezirksligisten SG Kaarst (7:1). Die ganze Stadt war auf den Beinen. Da wurde der Sport zur Nebensache.
0:1 (17.) Fland, 0:2 (19.) Lawarée, 0:3 (24.) Musculus, 0:4 (30.) Musculus, 0:5 (40.) Fland, 0:6 (61.) Jovanovic, 1:6 (68.) Römpke, 1:7 (87.) Musculus.
Wer nicht da war, auf dem Sportplatz am Kaarster See, beim Testspiel des großen Zweitligisten Fortuna Düsseldorf gegen die Bezirksligisten der SG Kaarst, war wahrscheinlich Fußball-Feind – oder nicht aus Kaarst. Wer da war, hatte jedenfalls das Gefühl, die ganze Stadt ist auf den Beinen.
Innerhalb einer Woche hatte der Abteilungsvorstand der SG gemeinsam mit seinem Team die komplette Organisation für das Drumherum gestemmt: Toilettenwagen, DRK, Ordnungskräfte. Die Auflagen, die die Kaarster Sportgemeinschaft für den kurzfristig anberaumten Fußball-Knüller erfüllen musste, waren streng. Aber – da sind sich alle einig – der Stress hat sich gelohnt.
Das Spiel war „das“ Top-Ereignis. Eines, das man auch als fußballuninteressierte junge Frau auf keinen Fall verpassen durfte. Die Teenies Anastasia, Katarina und Ivonne zum Beispiel kamen, „weil alle da waren“; Sophie und Sophia, beide zehn Jahre alt, weil sie Autogramme sammeln wollten – egal von wem.
Fortuna-Star Andreas „Lumpi“ Lambertz kritzelte Sophie, umringt von sehr, sehr vielen kleinen Fans, eine Unterschrift aufs Fortuna-Trikot. „Keine Ahnung, wer das war“, sagte die Zehnjährige später. „Muss ein bekannter Fußballer gewesen sein.“
Auch für Hildegard Stenten war das Geschehen auf dem Platz eher Nebensache. Die Seniorin kam, um mitzuerleben, wie ihre beiden Enkel – sechs und neun Jahre alt, beide Mitglied in der SG – mit den großen Stars auf dem Platz aufliefen, während Bürgermeister Franz-Josef Moormann, Sprössling einer „Fortuna-Familie“, kurz vor der zweiten Halbzeit vorbeischaute, um seine Mannschaft (die Kaarster) anzufeuern. 1000 Grill-Würstchen hatten die Gastgeber besorgt, etwa 800 waren zu diesem Zeitpunkt bereits gegessen. Ärger gab es trotzdem nicht.
„Alles ruhig, keine Verletzten“, bestätigte auch DRK-Ortsgruppenleiter Benjamin Mameghani den friedlichen Fußballfest-Eindruck. Allein die Polizei hatte kurzfristig zu tun – mit Knöllchen-Schreiben: Obwohl der Parkplatz am Segelheim noch frei war, hatten einige Lauffaule an der B 7 geparkt.
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