Kaarst (NGZ). Nach den Sommerferien werden am Georg-Büchner-Gymnasium mehr als 200 Schüler im Ganztag unterrichtet. In der frisch renovierten Cafeteria ist derzeit allerdings nur für 150 Personen Platz. Ein Klassenraumumbau wäre eine Lösung.
Nach den Sommerferien wird das Problem offensichtlich werden, deshalb drängt Schulleiterin Gisela Saßmannshausen ein wenig die Zeit: Zum Mittagessen gibt es am Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) bald zu wenig Platz.
Momentan bietet die vor kurzem erst mit Unterstützung der Sparkassen-Stiftung Kaarst-Büttgen umgestaltete Mensa circa 150 Schülern eine Sitzmöglichkeit. Im Sommer stehen obendrein Tische im Hof. Das reicht derzeit noch aus. Ab August allerdings könnte das anders aussehen.
Die Sache ist nämlich die: Seit dem Schuljahr 2010/2011 ist das GBG ein Ganztagsgymnasium im Aufbau. Das heißt, an drei Tagen pro Woche, montags, mittwochs und donnerstags, wird in Vorst bis 15 Uhr unterrichtet. Mehr als 170 Schüler der Jahrgangsstufen fünf und sechs lernen und leben mittlerweile in diesem Rhythmus. Nach den Sommerferien kommt ein dritter Jahrgang hinzu. Dann müssen weit mehr als 200 Schüler über Mittag mit warmen Essen versorgt werden. Deshalb denkt die Schulleitung jetzt über einen Antrag auf Erweiterung der Cafeteria nach.
Finanzierung
Die ersten Planungen für die Mensa am GBG stammen aus dem Jahr 2006.
Am Ende kostete der Bau 260 000 Euro.
100 000 Euro kamen vom Land NRW, weitere 100 000 Euro von der Stadt, 60 000 Euro zahlte die Schule.
Um eine solche schnellstmöglich realisieren zu können, müsste das Vorhaben in die aktuellen Etatberatungen für das Haushaltsjahr 2012 eingebracht werden. Anfang März entscheidet der Rat. Ein erster "Antragsentwurf", sagt Manfred Meuter, Technischer Beigeordneter im Rathaus, sei der Verwaltung bereits vorgelegt worden. "Er wurde allerdings zurückgestellt." Aktuell gebe es keine Vorplanung und keine Mittelanmeldung. Mit anderen Worten: Einen Anbau wird es wohl zunächst mal nicht geben. "Man muss auch mal versuchen, etwas mit Organisation anstatt mit Bauen zu regeln", sagt Manfred Meuter.
Gisela Saßmannshausen denkt derzeit ohnehin eher über eine im Verhältnis günstigere Alternativlösung nach. Der Umbau eines an die Cafeteria angrenzenden Klassen- oder Fachraumes könnte aus Sicht der Schule eine Möglichkeit sein. "Selbstverständlich", sagt Saßmannshausen, "wäre auch das nicht ganz kostenlos." Zumindest ein Durchbruch müsste wohl gemacht werden.
Überlegt wird außerdem, den künftigen Andrang an der Essensausgabe über eine Neugestaltung der Stundenpläne zu entzerren. "Das", sagt die Schulleiterin, "würde aber bedeuten, dass wir die ersten Schüler ab 11.45 Uhr in die Mensa schicken müssten." Bei einem langen Schultag sei ein so frühes Essen alles andere als ideal.
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