kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Kaarst: Grünes Licht für die „Brücken“

VON CHRISTOPH PÜTZ - zuletzt aktualisiert: 09.11.2007 - 21:30

Kaarst (NGZ). Kaarst Jetzt ist es sicher: Nach Jahren der Diskussion wird Wilhelm Schiefers Kunstwerk Brücken über den Nordkanal doch gebaut. Die Baugenehmigung wurde erteilt. Das Fundament soll noch in diesem Monat gegossen werden.

Der Vorsitzende des Vereins Kunst am Bodendenkmal Nordkanal, Markus Albiez (l.), und sein Stellvertreter Klaus-Dieter Pruss haben sich schon einmal unter den Nordkanal-Brücken positioniert. Die  Foto: NGZ
Der Vorsitzende des Vereins Kunst am Bodendenkmal Nordkanal, Markus Albiez (l.), und sein Stellvertreter Klaus-Dieter Pruss haben sich schon einmal unter den Nordkanal-Brücken positioniert. Die Foto: NGZ

Künstler Wilhelm Schiefer erklärte am Freitag auf Anfrage der NGZ: „Wir haben 70 000 Euro Fördergelder des Landes erhalten. Die Auflage ist, dass die Hälfte davon schon in diesem Jahr ausgegeben werden muss.“ Das Fundament wird 48 000 Euro kosten - also 13 000 Euro mehr als die erforderlichen 35 000 Euro. „Beim Bau der Brücken werden wir uns allerdings die nötige Zeit nehmen“, so Schiefer. Das bedeutet: Voraussichtlich im Mai kommenden Jahres soll das Kunstwerk komplett fertig sein.

„Die Finanzierung steht zu 100 Prozent“, freute sich am Freitag Markus Albiez, Vorsitzender des Vereins Kunst am Bodendenkmal Nordkanal. Der Verein ist komplett für die Umsetzung verantwortlich: „Die Stadt unterstützt uns zwar organisatorisch, aber ausschließlich verantwortlich ist unser Verein“, erklärt Albiez.

Info

Die Finanzierung

Da die Brücken nun rund zehn Prozent teurer werden, fällt ein Gesamtbetrag von ungefähr 132 000 Euro an. Die Anteile des Landes bleiben mit 83 000 Euro gleich, kommen nur aus einem anderen Fördertopf. 15 000 Euro trägt die Regiobahn, 5000 stellen die „Kaarster Künstler“ zur Verfügung. Der Rest wird durch Sponsorengelder abgedeckt. Sowohl Privatpersonen als auch Firmen haben sich an der Sponsorenaktion beteiligt.

Ursprünglich waren 120 000 Euro Kosten für den Bau des Kunstwerks veranschlagt worden. „Es wird nun rund zehn Prozent teurer“, erläutert Albiez. Der Grund: Zum einen die Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte. „Außerdem ist Metall deutlich teurer geworden“, argumentiert Albiez. Metall? Die Brücken sollen doch aus Holz bestehen? „Das ist richtig, die einzelnen Holzelemente werden aber durch Metallträger verbunden“, löst Markus Albiez die vermeintliche Unstimmigkeit.

Der Fördertopf des Landes, aus dem 83 000 Euro kommen sollten, war zwischenzeitlich versiegt. Denn die Gelder konnten nicht abgerufen werden, da das Kunstprojekt vom Rat der Stadt Kaarst abgelehnt worden war.

Doch Albiez und seine Vereinskollegen ließen nicht locker: „Wir mussten wieder bei null anfangen. Nach einigen Recherchen haben wir einen neuen Fördertopf des Landes angezapft. Die gleiche Summe wie vorher wird nun aus dem Bereich Kulturförderung fließen.“ Dass nun das Kunstwerk rund zehn Prozent teurer wird, ist finanziell kein Problem: Es wurden nämlich zwischenzeitlich viele Kaarster Firmen und Privatpersonen gefunden, die sich mit Schiefers Brücken identifizieren und die durch Spenden das finanzielle Defizit ausgeglichen haben.

Wilhelm Schiefer war am Freitag erfreut darüber, dass nach so vielen Jahren nun doch noch seine Brücken verwirklicht werden: „Es hat nur funktioniert, weil sich viele Menschen dafür eingesetzt haben. So ist der Erste Beigeordnete Heinz Dieter Vogt zwei Mal mit ins Ministerium gefahren, um zu unterstützen“, so Schiefer.

Quelle: NGZ


Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
Das 13. Türchen im Kalender soll Glück bringen: Helga Stommel (Kaarst-Mitte), 
Dieter Güsgen (Stadt), Luise Schliebs, Rainer Hartmann (ISG), Heinz Wirnsberger 
(Rathausarkaden, v.l.) präsentierten das erste gemeinsame Adventsmarkt-Programm

Kaarst

Weihnachtsmarkt der Rekorde

Die Vorboten der Adventszeit sind da, die ersten Buden sind bereits aufgestellt. In diesem Jahr soll manches anders werden beim Kaarster Weihnachtsmarkt, der eine Nummer größer ausfällt und mit neuen Ideen aufwartet. VON Carsten Sommerfeld  mehr

 

Kaarst

Schilder entwendet

Widerstand leistete ein Mann aus Baden-Württemberg der Polizei. Kurz nach Mitternacht teilte am Samstag eine Zeugin der Polizei mit, dass im Kreisverkehr Alte Heerstraße / Lange Hecke drei Männer Verkehrszeichen aus der Verankerung gerissen hätten. mehr

 
 
 
 
 
BILDER AUS KAARST
 
Familienanzeigen